Gesundheitsfachberufe

[19.07.2019]

Prüfungsverfahren allgemein

Grundlage für das Prüfungsverfahren sind die Regelungen der jeweiligen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung
Bestellung des Prüfungsausschusses
In jeder Schule und in jeder Fachrichtung wird ein Prüfungsausschuss gebildet, der aus einer fachlich geeigneten Vertreterin/ einem fachlich geeigneten Vertreter der Landesdirektion Sachsen und  entsprechend fachlich geeigneten Fachprüfern und Lehrkräften der Schule besteht. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses werden von der Landesdirektion Sachsen in den Prüfungsausschuss bestellt.
 
Prüfungsausschussvorsitz
Den Prüfungsausschussvorsitz nimmt ein fachlich geeigneter, beauftragter Mitarbeiter der Landesdirektion Sachsen wahr.
 
Festsetzung der Prüfungstermine
Die Prüfungstermine werden von der oder dem Prüfungsausschussvorsitzenden im Benehmen mit der Schulleitung festgesetzt.
Die Prüfungstermine sollen dem Schüler in der Regel spätestens zwei Wochen vor Beginn der Prüfung schriftlich mitgeteilt werden.
 
Auswahl der Aufsichtsarbeiten
Die Aufgaben für die Aufsichtsarbeiten werden von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auf Vorschlag der Schulen ausgewählt.
 
Zulassung zur staatlichen Prüfung
Die oder der Vorsitzende entscheidet auf Antrag des Prüflings über die Zulassung zur Prüfung.  
Feststellung von Härtefällen aufgrund von Fehlzeiten
In den jeweiligen Berufsgesetzen ist geregelt, in welcher Höhe Fehlzeiten auf die Dauer einer Ausbildung angerechnet werden können.
Außer in der Ausbildung zum Ergotherapeuten können im Einzelfall auf Antrag weitere Fehlzeiten berücksichtigt werden, soweit eine besondere Härte vorliegt und dass Erreichen des Ausbildungsziels durch die Anrechnung nicht gefährdet wird.
 
Bearbeitung von Rücktritt/ Versäumnis der staatlichen Prüfung
Tritt ein Prüfling nach seiner Zulassung von der Prüfung oder einem Teil der Prüfung zurück, hat er den Grund für seinen Rücktritt unverzüglich der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses mitzuteilen. Die Genehmigung ist nur zu erteilen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.
Versäumt ein Prüfling einen Prüfungstermin, gibt er eine Aufsichtsarbeit nicht oder nicht rechtzeitig ab oder unterbricht er die Prüfung, gilt diese als nicht bestanden, wenn nicht ein wichtiger Grund vorliegt. Auch hier hat die Mitteilung bei der oder dem Prüfungsausschussvorsitzenden unverzüglich zu erfolgen.
Im Falle einer Erkrankung ist ein ärztliches Attest im Original vorzulegen.  
Die Entscheidung darüber, ob ein wichtiger Grund vorliegt, trifft der oder die Prüfungsausschussvorsitzende.
 
Feststellung des Prüfungsergebnisses
Die Noten des Prüfungsergebnisses werden von der oder dem Prüfungsausschussvorsitzende im Benehmen mit den Fachprüfern gebildet.
Nach Abschluss des Prüfungsprozesses erhält der Prüfling das Zeugnis oder im Falle des Nichtbestehens eine schriftliche Mitteilung von der oder dem Prüfungsausschussvorsitzenden, in der die Prüfungsnoten anzugeben sind.
 
Bearbeitung von Widersprüchen
Die Landesdirektion Sachsen ist gemäß § 73 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) die zuständige Behörde für die Bearbeitung von Widersprüchen gegen Entscheidungen im Prüfungsverfahren.