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[25.07.2019]

Klinikum Chemnitz erhält neuen Hubschrauberflugplatz

Landesdirektion Sachsen genehmigt Dachlandeplatz auf dem Dr.-Panofsky-Haus
Luftbild Klinikgelände (Quelle: Klinikum Chemnitz gGmbH, Foto von Herrn Ulf Dahl)

Die Landesdirektion Sachsen hat der Klinikum Chemnitz gGmbH am 22. Juli 2019 die Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb eines Hubschrauber-Sonderlandeplatzes erteilt.

Das Klinikum ist ein Krankenhaus der Maximalversorgung, gehört zum Trauma-Netzwerk Westsachsen und wurde als überregionales Trauma-Zentrum zertifiziert. Seinen medizinischen Versorgungsauftrag kann das Chemnitzer Klinikum vollständig nur dann erfüllen, wenn ihm ein uneingeschränkt nutzbarer Hubschrauberlandeplatz zur Verfügung steht. Das war bisher nicht der Fall.
 
Mit dem neuen Standort auf dem Dach des Dr. Panofsky-Gebäudes sollen notfallmedizinische Forderungen hinsichtlich eines kurzen fußläufigen Weges vom Rettungshubschrauber bis zur Notfallaufnahme im Krankenhaus ohne Umlagerung der Notfallpatienten erfüllt werden.

Der neue Landeplatz in einer Höhe von 18 Metern auf dem Dach des Dr. Panofsky-Hauses entspricht modernsten Sicherheitsstandards. Die quadratische Landeplatzfläche aus Aluminium mit einer Seitenlänge von 28 Metern ermöglicht den Flugbetrieb bei Tag und Nacht. Die eigentliche Start- und Landefläche wird ein Quadrat von 21 Metern Seitenlänge sein, das im Mittelpunkt der Plattform zentriert ist. Auf dieser Plattform darf sich jeweils nur ein Hubschrauber mit einer maximalen Startmasse von 6 Tonnen befinden.
 
Generell ist der Landeplatz im Klinikum Chemnitz zur Durchführung von Hubschrauberflügen im gewerblichen Luftverkehr gemäß der europäischen Verordnung (EU) Nr. 965/2012 für medizinische Hubschraubernoteinsätze - Helicopter Emergency Medical Service (HEMS) - und gemäß der Sächsischen Landesrettungsdienstplanverordnung für die Zwecke des Luftrettungsdienstes bestimmt. Nicht planbare Einsätze sind rund um die Uhr möglich. Planbare Einsätze - sogenannte Sekundärtransporte - sind auf die Zeit zwischen 6.00 und 22.00 Uhr beschränkt.
 
Die Genehmigung der Landesdirektion regelt in einer ganzen Reihe von Nebenbestimmungen weitere Details der Einrichtung und des Betriebes des Landesplatzes - so etwa die Art der Befeuerung und Markierung sowie das Feuerlösch- und Rettungssystem, die Flugdokumentation oder auch die Flugbetriebsdurchführung vor Ort. Sobald die Flugplatzanlage fertiggestellt ist, nimmt die Luftfahrtbehörde der Landesdirektion diese vor Inbetriebnahme noch ab.

Der Genehmigungsbescheid mit Anlagen wird zum späteren Zeitpunkt in der Stadtverwaltung Chemnitz zur Einsicht ausgelegt und auf der Internetseite der Landesdirektion Sachsen bekannt gemacht. Damit wird eine breite Veröffentlichung und Bekanngabe der Entscheidung sichergestellt.