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Allgemeine Hinweise

[06.02.2018]

6. Vorkurse

Maßgebend für die Förderung des Besuchs der Vorkurse ist die Verordnung über die Ausbildungsförderung für die Teilnahme an Vorkursen zur Vorbereitung des Besuchs von Kollegs und Hochschulen (VorkurseV).
 
Derzeit werden die mindestens halbjährigen Vorkurse schon über die genannte VorkurseV zur Vorbereitung des Besuchs von Kollegs und Hochschulen gefördert. Teilnehmer dieses Vorkurses erhalten Förderung nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 i. V. m. § 2 Buchstabe a VorkurseV wie Schüler von Berufsaufbauschulen.
 
Zusätzlich werden in Sachsen über 18-jährige Migranten in sogenannte „Vorbereitungsklassen“  aufgenommen. Neben der Vermittlung der Grundlagen im Unterrichtsfach Deutsch als Zweitsprache sind in den Vorbereitungsklassen bildungssprachliche Kompetenzen zu entwickeln, die den fachspezifischen Anforderungen des Unterrichts am Kolleg gerecht werden. Zusätzlich erhalten die Migranten Englischunterricht. Diese Ausbildung umfasst eine Mindestdauer von sechs Monaten. Danach erfolgt die endgültige Zulassung zum Kolleg. Damit handelt es sich bei den sogenannten „Vorbereitungsklassen“ für Migranten förderungsrechtlich um einen Vorkurs im Sinne von § 1 Abs. 1 Nr. 1 VorkurseV. Es sind Förderungsleistungen gem. § 2 Buchstabe a VorkurseV wie für Schüler von Berufsaufbauschulen zu gewähren.
 
Da die rechtlichen Grundlagen erst mit dem unter Bezug genommenen Erlass geschaffen wurden, ist eine Förderungsfähigkeit der „Vorbereitungsklassen“ erst für alle nach dem Erlass vom 13. März 2017 neu eröffneten Klassen dem Grunde nach gegeben.
 
Wird die „Vorbereitungsklasse“ lediglich als Vorkurs zum bereits bisher an dem Kolleg förderungsfähigen Vorkurs geführt, besteht keine Förderungsfähigkeit des dann vorliegenden „Vorkurses zum Vorkurs“. Damit ist an einem Kolleg lediglich ein Vorkurs förderungsfähig. Die Zuständigkeit für die Anträge von Auszubildenden in den „Vorbereitungsklassen“ richtet sich - da diese einen Vorkurs belegen - nach § 45 Abs. 1 BAföG.