Attraktive Ausbildung noch offensiver präsentieren

Der Ex-Azubi Martin Schiller über seinen Berufsstart in der Landesdirektion Sachsen (LDS) und Wünsche für die Zukunft

Martin Schiller: Nach solider und breit angelegter Ausbildung fit für eine berufliche Zukunft in der Landesdirektion. Foto: Ingolf Ulrich„Ich hab hier bloß ein Amt und keine Meinung“ – dieser Satz aus der Feder von Friedrich Schiller passt keineswegs auf seinen Namensvetter Martin Schiller. Der 26jährige ehemalige Azubi äußert sich zu seiner Ausbildung und der Arbeit in der LDS.

Herr Schiller, was hat Sie in die LDS geführt?

Ich hatte schon eine Lehre als Koch hinter mir. Hobbymäßig koche ich auch wirklich sehr gerne. Doch die Arbeitsbedingungen in der Gastronomie sind bekanntlich leider nicht immer optimal. Das klingt vielleicht etwas komisch… Aber vernünftige Arbeitszeiten, ein sicherer Job und ein familienfreundliches Umfeld – das sind schon Argumente, die auch für junge Leute zählen. Da riet mir ein Verwandter, der bereits länger in der LDS arbeitet, mich hier um eine Ausbildung in der Verwaltung zu bewerben.

Was hat Sie dazu veranlasst, diesem Rat zu folgen?

Da waren zum einen die strukturierte Ausbildung und die Chance, nach dem Abschluss übernommen zu werden. Zum anderen hat mich die Vielfalt der Themen gereizt, mit denen man schon in der Ausbildung in Berührung kommen kann.

Haben sich Ihre Erwartungen erfüllt?

Auf jeden Fall! Die Ausbildungsbetreuer waren immer ansprechbar und haben darauf geachtet, dass wir Azubis gleich richtige und sinnvolle Aufgaben bekommen. Bei mir war das so: Zunächst habe ich den Bereich Organisation mit Registratur und Post kennengelernt, dann verschiedene Aufgaben auf dem Gebiet des Arbeitnehmerschutzes. Später folgten Einblicke in die Bereiche Luftverkehr und Binnenschifffahrt, ferner Fragen der Wasserversorgung und -entsorgung, ebenso Wirtschaftsförderung und Katastrophenschutz sowie Personal- und Haushaltswesen. Dazu konnte ich in der heißen Phase der Flüchtlingskrise meinen Beitrag zum Aufbau von Unterbringungskapazitäten und Verwaltungsstrukturen leisten. Das war schon eine herausfordernde Aufgabe in einem konfliktreichen Spannungsfeld.

Wie sah es aber mit der Übernahme aus?

Aus meinem Jahrgang haben alle neun Auszubildenden ein Angebot für eine unbefristete Stelle bekommen. Ich selbst habe zuerst in der Dokumentenverwaltung der Zentralen Ausländerbehörde angefangen.

Und dann?

Dann habe ich mich auf eine Stelle beworben, die im Aus- und Fortbildungsreferat ausgeschrieben war. Damit hat es geklappt: Seitdem betreue ich verschiedene anerkannte Ausbildungsberufe – eine Aufgabe, die mir viel Spaß macht. Sogar im Schwimmbad arbeite ich manchmal. Da werden den Fachangestellten für Bäderbetriebe Abschlussprüfungen abgenommen. Im Übrigen habe ich bereits eine Menge Kontakte geknüpft und kann eigene Ideen einbringen. Immerhin habe ich ja selbst vor noch nicht allzu langer Zeit zwei Ausbildungen absolviert.

Was sollte die LDS tun, um Nachwuchs für ihr Team zu gewinnen?

Ohne den Tipp aus meinem privaten Umfeld hätte ich wohl nie von der Möglichkeit einer Ausbildung bei der LDS erfahren. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch viele andere davon überhaupt nichts wissen. Deshalb finde ich, die LDS könnte sich noch offensiver als attraktive Ausbildungsstätte und potenzieller Arbeitgeber präsentieren – zum Beispiel auf Ausbildungsmessen. Außerdem ist bei der Zahl der Referate, die praktisch ausbilden könnten, sicher noch etwas Luft nach oben.

Woran liegt es Ihrer Ansicht nach, dass sich nicht genügend Referate an der praktischen Ausbildung beteiligen?

Ich denke, das ist vor allem ein Personalproblem. Wenn es weniger Praxisbetreuer gibt, dann können auch nicht so viele Azubis ausgebildet werden. Im Jahrgang, der nach mir die Ausbildung begonnen hat, waren es nur fünf. Allerdings beobachte ich gerade, dass es in letzter Zeit bei den Stellenbesetzungen aufwärts geht. Da findet auch eine Verjüngung statt. Das macht die LDS auch für die Auszubildenden interessanter.

Wie stellen Sie sich Ihre Zukunft in der LDS vor?

Für die nächsten Jahre möchte ich in meinem Referat bleiben. Doch sicher werde ich später auch einmal ganz neue Aufgaben wahrnehmen. Das ist ja das Schöne: Man hat einerseits Planungssicherheit, macht aber andererseits nicht immer dasselbe, sondern kann in verschiedene Bereiche wechseln und sich regelmäßig fortbilden. Perspektivisch hätte ich auch Lust, noch eins draufzusatteln und Verwaltungsfachwirt zu werden.

Was haben Sie sich als nächstes Ziel vorgenommen?

Mein Urlaubsziel – jetzt geht es erst einmal an den Strand!



Weitere Informationen zur Ausbildung bei der Landesdirektion Sachsen auf unserer Themenseite Aus- und Fortbildung.

Ausbildungspartner der Landesdirektion Sachsen: Die Hochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Meißen. Foto: Hochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege (FH), Fortbildungszentrum des Freistaates Sachsen

Campusbrunnen auf dem Gelände der Meißner Hochschule Foto: Hochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege (FH), Fortbildungszentrum des Freistaates Sachsen