Pressemitteilungen 2007 [LDD]

[75/2007 - 21.12.2007]

Vorsicht beim Spielen mit Magnetspielzeug!

Erhebliche Verletzungsgefahr beim Verschlucken von Magneten

In diesen Tagen geht wieder viel Spielzeug über den Ladentisch, um Kinder damit zu Weihnachten zu beschenken. Vor allem Magnetspielzeug erfreut sich wegen seiner vielseitigen Einsatzmöglichkeiten großer Beliebtheit.

In den letzten Monaten ereigneten sich leider mehrere Unfälle durch den leichtfertigen Umgang von Kindern mit Magnetspielzeug. Inzwischen sind aus ganz Europa Fälle bekannt, in denen Kinder nach dem Verschlucken der plastikummantelten Stabmagnete und Stahlkugeln nur durch Notoperationen gerettet werden konnten. Mindestens ein Todesfall ist bekannt.

Deshalb weist das Regierungspräsidiums Dresden als Marktaufsichtsbehörde auf mögliche Verletzungsgefahren hin, die beim Verschlucken von Magneten entstehen können.

Während Teile aus anderen Materialien beim Verschlucken den Magen-Darm-Trakt problemlos passieren, können sich verschluckte Magnete und andere Metallteile in verschiedenen Darmwindungen miteinander verbinden, dabei Darmwände einklemmen und diese zerstören. Bauchschmerzen, Erbrechen und Verstopfung sind die Folge; zur Vermeidung eines größeren Schadens müssen die Magneten dann schnell operativ entfernt werden.

Daher gilt: Kinder sollten deutlich auf die Gefahren hingewiesen werden, die beim Verschlucken von Magneten entstehen können. Es wird empfohlen, kleinere Kinder nicht unbeaufsichtigt mit magnetischem Spielzeug spielen zu lassen. Wenn ein Kind dennoch einen Magneten verschluckt hat, muss sofort ein Arzt konsultiert werden.

Nicht nur beim Weihnachtseinkauf sollte deshalb auf Sicherheit und gute Qualität geachtet werden. Ein GS-Zeichen am Spielzeug  steht für „Geprüfte Sicherheit“. Es kann hier die Auswahl erleichtern. Im Gegensatz zur CE-Kennzeichnung, durch die der Hersteller lediglich eigenverantwortlich erklärt, dass sein Produkt vorschriftengemäß gefertigt wurde, setzt die Anbringung eines GS-Zeichens Produktprüfungen und eine wiederkehrende Überwachung der Fertigung durch eine unabhängige Stelle voraus.

Wenn diese Hinweise berücksichtigt werden, besteht für die Kinder auch beim Spielen mit den starken Magneten der Konstruktionsspiele kein erhöhtes Risiko.