Aktuelles

[02.04.2015]

Spielerschutz beachten!

Die Glücksspielaufsicht der Landesdirektion Sachsen ist auch für die Überwachung des Spielerschutzes bei der Veranstaltung und Vermittlung von Glücksspielen verantwortlich. Zum Schutz der Spieler und zur Bekämpfung der Glücksspielsucht ist die Einhaltung der Spielersperre (§ 8 Abs. 2 Glücksspielstaatsvertrag) zu gewährleisten, insbesondere sind Wettveranstalter im Online-Geschäft verpflichtet, entsprechenden Anträgen auf Selbstsperren von Spielern nachzukommen. Solange das übergreifende Sperrsystem (OASIS – kurz für: Onlineabfrage Spielstatus) noch nicht in Betrieb ist, genügt ein eigenes Sperrsystem des jeweiligen Glücksspielanbieters. Spieler hatten sich an die Landesdirektion Sachsen gewandt, nachdem sie vorher vergeblich versucht hatten, sich selber oder durch Angehörige beim Veranstalter sperren zu lassen. Anstelle des gewünschten Ausschlusses vom gefährlichen Glücksspiel erhielten sie sogar noch Gutscheine für Gratiswetten. Es wurde also nicht nur der gesetzlich vorgeschriebene Spielerschutz missachtet, sondern sogar noch die Entwicklung und Ausbreitung von Glücksspielsucht unterstützt.
   
Der Jugend- und Spielerschutz sind primäre Ziele des Glücksspielstaatvertrages (§ Abs. 3 Glücksspielstaatsvertrag). Verstöße gegen Bestimmungen des Jugend- und Spielerschutzes können Bußgelder bis zu 500.000 Euro nach sich ziehen. Wettveranstalter müssen mit einem Ausschluss aus dem Konzessionsverfahren rechnen, Wettvermittler mit Anordnungsverfügungen zur zuverlässigen Gewährleistung des Jugend- und Spielerschutzes.

Hinweise zu den glücksspielrechtlichen Regelungen finden Sie unter der Rubrik "Glücksspielrecht".

Mögliche Verstöße gegen Jugend- und Spielerschutz können unter den angegebenen Kontaktdaten mitgeteilt werden. Die Landesdirektion Sachsen geht den gemeldeten bzw. bekannten Verstößen nach.