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[12.12.2018]

OVG Bautzen bestätigt erneut das Verbot von Ereigniswetten

In einem gerichtlichen Verfahren eines Sportwettenanbieters hat das Sächsische Oberverwaltungsgericht erneut die glücksspielrechtliche Unzulässigkeit von sog. Ereigniswetten betätigt (Beschl. v. 4. Dezember 2018 – 3 A 635/18). Um eine verbotene Ereigniswette handele es sich nach Auffassung des Gerichts dann, wenn die Wette einzelne, auch torbezogene Vorgänge während eines Sportereignisses betrifft und nicht zu den gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1, Abs. 4 Satz 3 des Glücksspielstaatsvertrages (GlüStV) ausnahmsweise erlaubten Abschnitts- oder Endergebniswetten gehört. Dies sei dann der Fall, wenn das Spielergebnis, das in dem bewetteten jeweiligen Spielabschnitt erzielt wird, ohne Bezug zu dem bis zu diesem Spielabschnitt erreichten Spielstand oder zu dem Endergebnis steht.

Zu den verbotenen Wetten gehören daher beispielsweise Wetten auf „das erste Tor“ und auf „das nächste Tor“ sowie die sog. Restzeitwetten bzw. Wetten auf „Tore ab jetzt“.
Mit dieser Entscheidung bestätigt das Sächsische Oberverwaltungsgericht seine bisherige Rechtsprechung (vgl. SächsOVG, Beschl. v. 10. September 2018, 3 B 174/18, juris Rn. 19).

Die Landesdirektion Sachsen geht gegen die Vermittlung dieser verbotenen Wettarten vor. Weigern sich Wettvermittler, die Vermittlung dieser Wetten einzustellen, ergehen beispielsweise kostenpflichtige Untersagungsverfügungen, die notfalls auch mit Zwangsgeldern vollstreckt werden können.
 
Bei Fragen zum Bereich von Wetten und sonstigem öffentlichen Glücksspiel wenden Sie sich bitte an die Glücksspielaufsicht unter gluecksspielrecht@lds.sachsen.de.