Auslegungshinweise

[14.04.2020]

Allgemein

Funktionstrennung bei Geldwäschebeauftragten

In Anlehnung an die Mitteilung des Bundesministeriums der Finanzen vom 22. Mai 2015
Die Bestellung des kaufmännischen Leiters (z. B. eines Autohauses) zum  Geldwäschebeauftragten und die, des Verkaufsleiters als dessen Vertreter, wird problematisch gesehen. Der Geldwäschebeauftragte hat grundsätzlich über eine Position im Unternehmen zu verfügen, die es ihm erlaubt, die Belange der Geldwäsche und Terrorismusbekämpfung unabhängig und mit gebotenem Nachdruck zu vertreten. Die Geschäftsinteressen des Unternehmens dürfen keinen störenden Einfluss auf die Aufgabenerfüllung des Geldwäschebeauftragten nehmen. Die Aufgaben von kaufmännischen Leitern/Verkaufsleitern im Unternehmen stehen grundsätzlich in einem Interessenskonflikt zu den Funktionen eines Geldwäschebeauftragten, bzw. seines Stellvertreters.

Nur bei sehr kleinen Unternehmen, in denen kein für die Aufgabenstellung geeigneter Mitarbeiter zur Verfügung steht, kann die Aufsichtsbehörde Ausnahmen vom Grundsatz der Funktionstrennung zulassen.