Verbünde / Konsortien

[03.12.2019]

Stellungnahme des Deutschen Bibliotheksverbandes zur GfK Studie zur Onleihe

E-Book Kauf und E-Book Ausleihe: Konkurrenz oder Förderung?
Die Studie des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels mit der GfK kommt zu dem Schluss, dass durch die Bibliotheks-Onleihe von E-Books die Kaufbereitschaft buchaffiner und kaufkraftstarker Zielgruppen am Buchmarkt zurückgeht. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels spricht sich daher gegen eine gesetzliche Regelung für die E-Ausleihe  aus, da dies keine faire Entlohnung für die Leistungen der Verlage und Autoren böte.
 
In seiner Stellungnahme unterstreicht der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) den gesellschaftlichen Auftrag öffentlicher Bibliotheken. Zu ihrem Service gehören Literatur- und Informationsangebote sowie Leseförderung und digitale Teilhabe. Er verweist darauf, dass öffentliche Bibliotheken jährlich mehr als 112 Mio. Euro für den Kauf der Lizenzen aufwenden.
Darüber hinaus verdeutliche die Studie, dass 18% der Onleihe-Nutzer mehr E-Books kaufen, seit sie die Onleihe ihrer Bibliothek nutzen.
 
Der dbv hält deshalb an seiner Forderung nach einer gesetzlichen Regelung für den E-Book-Verleih fest, wozu auch  die Ausweitung der Bibliothekstantime auf Ausleihvorgänge elektronischer Medien gehört, die eine faire Entlohnung für die Leistungen der Autoren und Verlage bietet.

Stellungnahme des dbv zur GfK-Studie zur Onleihe