Immissionsschutz

[08.05.2020] [Gz.: C44-8432/17/3]

Landkreis Mittelsachsen - Vorhaben der Siltronic AG, Einrichtung einer Containerstellfläche einschließlich Umladebereich für die im Werk Freiberg anfallenden Abfälle Altätzkonzentrat und Chromabwasser sowie gespülte Leergebinde in 09599 Freiberg

Bekanntmachung der Landesdirektion Sachsen zum Vollzug des Bundes-Immissionsschutzgesetzes
Gz.: C44-8432/17/3 vom 7. April 2020
Gemäß § 23a Abs. 2 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Mai 2013 (BGBl. I S. 1274), das zuletzt zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 8. April 2019 (BGBl. I S. 432) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, wird Folgendes bekannt gemacht:

Die Firma Siltronic AG, Berthelsdorfer Straße 113 in 09599 Freiberg, zeigte mit der Anzeige vom 28. Februar 2020 eine störfallrelevante Änderung der von ihr betriebenen Anlage zur Herstellung von Siliziumwafern für die Halbleiterindustrie an.

Angezeigt wurde, für die Bereitstellung der werkseigenen Abfälle zum Transport, auf dem Werksgelände in Freiberg, Flurstück 359/83, Gemarkung Zug im Landkreis Mittelsachsen, eine Containerbereitstellungsfläche mit vier Denios-Containern einschließlich Umladebereich einzurichten.

Zwei der Container befinden sich bereits derzeit am Standort LP 9022-Süd in Nutzung. Sie sollen nach derern Umsetzung zur Lagerung von gespülten Leergebinden dienen.

Zwei weitere Container werden zur Lagerung von Altätzkonzentrat und Chromabwasser neu aufgestellt.

Die neue Lagerfläche umfasst eine Größe von etwa 357 Quadratmetern, davon beanspruchen die vier Denios-Container etwa 91 Quadratmeter. Die restliche Fläche steht als Umladebereich zur Verfügung.

Durch die geplanten Änderungen ergeben sich keine erheblichen Auswirkungen auf die Anlagensicherheit. Die Gesamtlagermenge an Gefahrstoffen wird nicht erhöht, es kommen keine neuen Stoffe hinzu. Die Container entsprechen dem Stand der Sicherheitstechnik.

Nach der Prüfung des Vorhabens wurde durch die Landesdirektion Sachsen festgestellt, dass durch das Vorhaben der angemessene Sicherheitsabstand zu benachbarten Schutzobjekten:

-        nicht erstmalig unterschritten wird,
-        räumlich nicht noch weiter unterschritten wird und
-        eine erhebliche Gefahrenerhöhung nicht ausgelöst wird.

Die entscheidungsrelevanten Unterlagen sind der Öffentlichkeit gemäß den Bestimmungen des Sächsischen Umweltinformationsgesetzes vom 1. Juni 2006 (SächsGVBl. S. 146), das zuletzt durch Artikel 2 Absatz 25 des Gesetzes vom 5. April 2019 (SächsGVBl. S. 245) geändert worden ist, in der Landesdirektion Sachsen, Dienststelle Chemnitz, Referat 44, Altchemnitzer Straße 41, 09120 Chemnitz, zugänglich.


Chemnitz, den 7. April 2020
 
Landesdirektion Sachsen
Bobeth
komm. Referatsleiter