Geprüfte Fachkraft zur Arbeitsförderung in Werkstätten für behinderte Menschen

[07.12.2017]

Prüfungstermine 2018

Bekanntmachung der Landesdirektion Sachsen
als zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz über die Prüfungstermine für die Fortbildungsprüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung in Sachsen vom 7. Dezember 2017

I. Ausschreibung

Die Landesdirektion Sachsen als zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), das durch Artikel 14 des Gesetzes vom 17. Juli 2017 (BGBl. I S. 2581) geändert worden ist, führt eine Fortbildungsprüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung durch. Für die Prüfung gelten die Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung vom 13. Dezember 2016 (BGBl. I S. 2909) und die Prüfungsordnung der Landesdirektion Sachsen für die Fortbildungsprüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung (POGeFAB) vom 10. November 2017 (SächsABl. S. 1590).

Die Prüfung wird an folgenden Terminen durchgeführt:
Schriftliche Aufsichtsarbeit:   6. März 2018
Themenvergabe der Praxisbezogenen Projektarbeit:   6. März 2018
Abgabetermin der Praxisbezogenen Projektarbeit: 26. März 2018
Präsentation und Fachgespräch: 28. und 29. Mai 2018
Ergänzungsgespräche: 28. und 29. Mai 2018
II. Zulassungsvoraussetzungen

(1) Zur Fortbildungsprüfung ist zuzulassen, wer
  1. seine Arbeitsstätte oder, soweit kein Arbeitsverhältnis besteht, seinen Hauptwohnsitz im Freistaat Sachsen hat und
  2. eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens zweijährige Berufspraxis oder
  3. eine mindestens sechsjährige Berufspraxis nachweist.

Sechs Monate der nachzuweisenden Berufspraxis müssen in Tätigkeiten abgeleistet sein, die wesentliche Bezüge zu den in § 1 Abs. 3 der Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung genannten Aufgaben haben.


(2) Die berufspraktische Tätigkeit ist nachzuweisen. Der Nachweis muss einen hinreichenden Aufschluss darüber zulassen, dass tatsächlich eine mindestens sechsmonatige Tätigkeit ausgeübt wurde, die wesentliche Bezüge zu den Aufgaben einer Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung hat. Die zuständige Stelle kann die Verwendung besonderer Formulare verlangen.

(3) Abweichend hiervon kann zur Prüfung auch zugelassen werden, wer durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise glaubhaft macht, dass er Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen erworben hat, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigen.

(4) Behinderte Menschen (§ 2 Abs. 1 Satz 1 Sozialgesetzbuch – Neuntes Buch (SGB IX)) sind zur Fortbildungsprüfung auch zuzulassen, wenn der Fortbildungslehrgang nicht oder die erforderliche Berufspraxis nicht in vollem Umfang absolviert worden sind, soweit Art und Schwere der Behinderung dies erfordern (§§ 67 und 65 Abs. 2 Satz 2 BBiG). Der Nachweis ist rechtzeitig unter Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung zu erbringen. Die zuständige Stelle kann ein amtsärztliches Gutachten verlangen.

III. Zulassende Stelle

1. Die Anmeldung zur Fortbildungsprüfung ist vom Prüfungsbewerber unter Verwendung des vorgegebenen Anmeldeformulars bis spätestens 31. Dezember 2017 (Eingangsstempel) bei der Landesdirektion Sachsen einzureichen. Das Anmeldeformular ist im Internet unter www.lds.sachsen.de/ausbildung abzurufen.

2. Die vollständigen Zulassungsanträge sind fristgemäß bei der Landesdirektion Sachsen einzureichen. Von Teilsendungen bitten wir abzusehen. Später eingehende Zulassungsanträge können nicht mehr berücksichtigt werden.

Dem Zulassungsantrag sind beizufügen:
 
- eine Kopie des Prüfungszeugnisses über die bestandene Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf und der Nachweis über eine mindestens zweijährige Berufspraxis (davon mindestens sechs Monate mit wesentlichen Bezügen zu den Aufgaben einer Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung) oder
 
- einen Nachweis über eine mindestens sechsjährige Berufspraxis (davon mindestens sechs Monate mit wesentlichen Bezügen zu den Aufgaben einer Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung),
 
- sonstige Zeugnisse und Nachweise, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigen,
 
- einen Themenvorschlag für die praxisbezogene Projektarbeit unter der Prämisse, dass die zu erstellende Projektarbeit ca. 15 bis 20 Seiten umfassen soll. Der Themenvorschlag sollte ggf. mit 3 bis 5 Unterstrichen zur Erklärung für den Prüfungsausschuss unterlegt sein. (Diese Unterstriche sind kein Bestandteil des später bestätigten und vergebenen Themas.) Hinweise zur praxisbezogenen Projektarbeit befinden sich in der Anlage zu dieser Ausschreibung.
 
3. Auf Antrag gewährt die zuständige Stelle behinderten Prüfungsteilnehmern eine Ihrer Behinderung entsprechende Vergünstigung. Diese wird nur unter Vorlage eines ärztlichen Attestes mit entsprechender Empfehlung hinsichtlich der als notwendig erachteten Vergünstigung gewährt. Der zu verwendende Vordruck kann im Internet unter www.lds.sachsen.de/ausbildung, abgerufen werden. Dies gilt auch für Prüfungsteilnehmer, die wegen einer ärztlich festgestellten vorübergehenden körperlichen Behinderung bei der Fertigung der Prüfungsarbeit erheblich beeinträchtigt sind.

Der Antrag ist zusammen mit der Anmeldung zur Prüfung zu stellen. Liegen die Voraussetzungen für die Gewährung von Prüfungsvergünstigungen erst zu einem späteren Zeitpunkt vor, ist der Antrag unverzüglich zu stellen.

IV. Gebührenerhebung

Die Landesdirektion Sachsen erhebt auf der Grundlage der Sächsischen Aus- und Fortbildungsgebührenverordnung vom 15. Juni 2006 (SächsGVBl. S. 166), die zuletzt durch Artikel 3 der Verordnung vom 19. Januar 2017 (SächsGVBl. S. 20) geändert worden ist, für die Abnahme von Fortbildungsprüfungen Benutzungsgebühren. Für die Abnahme der Fortbildungsprüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung werden Gebühren in Höhe von 260,00 EUR erhoben.

Kostenschuldner ist gemäß § 7 Abs. 1 der Verordnung grundsätzlich der Prüfungsteilnehmer bzw. sein Dienstherr oder Arbeitgeber, sofern er den Prüfungsteilnehmer angemeldet hat. Staatliche Behörden und Gerichte des Freistaates Sachsen sind von der Gebührenpflicht befreit.

Leipzig, 7. Dezember 2017

Landesdirektion Sachsen


Stefan Barton
Referatsleiter Aus- und Fortbildung, Prüfungsangelegenheiten