Geprüfte Fachkraft zur Arbeitsförderung in Werkstätten für behinderte Menschen

[17.10.2016]

Prüfungstermine

Bekanntmachung der Landesdirektion Sachsen als zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz über die Prüfungstermine für die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung in Werkstätten für behinderte Menschen in Sachsen
vom 13. Oktober 2016
I. Ausschreibung
Die Landesdirektion Sachsen als zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), zuletzt geändert durch Artikel 436 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474), führt eine Fortbildungsprüfung zur Geprüften Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung in Werkstätten für behinderte Menschen durch. Für die Prüfung gelten die Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung in Werkstätten für behinderte Menschen
vom 25. Juni 2001 (BGBl. I S. 1239) und die Prüfungsordnung der Landesdirektion Sachsen für die Fortbildungsprüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung in Werkstätten für behinderte Menschen (POGeFAB) vom
28. Juni 2007 (SächsABl. S. 1020), zuletzt geändert durch Bekanntmachung vom 28. Juni 2012 (SächsABl. S. 1012) mit Wirkung
vom 1. März 2012.

Die Prüfungen werden an folgenden Terminen durchgeführt:
Schriftliche Aufsichtsarbeit: 7. März 2017
Themenvergabe der Praxisbezogenen
Projektarbeit:

7. März 2017
Abgabetermin der Praxisbezogenen
Projektarbeit:

27. März 2017
Präsentation und Fachgespräch: 29. Mai 2017
bis 2. Juni 2017
Ergänzungsgespräche: 29. Mai 2017
bis 2. Juni 2017
II. Zulassungsvoraussetzungen
(1) Zur Fortbildungsprüfung ist zuzulassen, wer
1. seine Arbeitsstätte oder, soweit kein Arbeitsverhältnis besteht,
seinen Hauptwohnsitz im Freistaat Sachsen hat und
2. eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens zweijährige Berufs-
praxis oder  
3. eine mindestens sechsjährige Berufspraxis nachweist.

Sechs Monate der nachzuweisenden Berufspraxis müssen in Tätigkeiten abgeleistet sein, die wesentliche Bezüge zu den in
§ 1 Abs. 2 der Verordnung über die Prüfung zum anerkannten
Abschluss Geprüfte Fachkraft zur
Arbeits- und Berufsförderung in Werkstätten für behinderte Menschen genannten Aufgaben haben.

(2) Die berufspraktische Tätigkeit ist nachzuweisen. Der Nachweis muss einen hinreichenden Aufschluss darüber zulassen, dass tatsächlich eine mindestens sechsmonatige Tätigkeit ausgeübt wurde, die wesentliche Bezüge zu den Aufgaben einer Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung hat. Die zuständige Stelle kann die Verwendung besonderer Formulare verlangen.

(3) Abweichend hiervon kann zur Prüfung auch zugelassen werden, wer durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise glaubhaft macht, dass er Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen erworben hat, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigen.

(4) Behinderte Menschen (§ 2 Abs. 1 Satz 1 Sozialgesetzbuch – Neuntes Buch (SGB IX) sind zur Fortbildungsprüfung auch zuzulassen, wenn der Fortbildungslehrgang nicht oder die erforderliche Berufspraxis nicht in vollem Umfang absolviert worden sind, soweit Art und Schwere der Behinderung dies erfordern
(§§ 67 und 65 Abs. 2 Satz 2 BBiG). Der Nachweis ist rechtzeitig unter Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung zu erbringen. Die zuständige Stelle kann ein amtsärztliches Gutachten verlangen.

III. Zulassende Stelle
1. Die Anmeldung zur Fortbildungsprüfung ist vom Prüfungsbewerber unter Verwendung des vorgegebnen Anmeldeformulars
bis spätestens 2. Dezember 2016 (Eingangsstempel) bei der
Landesdirektion Sachsen einzureichen. Das Anmeldeformular ist im Internet unter www.lds.sachsen.de/Ausbildung abzurufen.

2. Die vollständigen Zulassungsanträge sind fristgemäß bei der
Landesdirektion Sachsen einzureichen. Von Teilsendungen bitten wir abzusehen. Später eingehende Zulassungsanträge können nicht mehr berücksichtigt werden.
Dem Zulassungsantrag sind beizufügen:
- eine Kopie des Prüfungszeugnisses über die bestandene
Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf und der Nachweis über eine mindestens zweijährige Berufspraxis (davon mindestens sechs Monate mit wesentlichen Bezügen zu den Aufgaben einer Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung) oder
- einen Nachweis über eine mindestens sechsjährige Berufspraxis (davon mindestens sechs Monate mit wesentlichen Bezügen zu den Aufgaben einer Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung),
- sonstige Zeugnisse und Nachweise, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigen,
- einen Themenvorschlag für die praxisbezogene Projektarbeit unter der Prämisse, dass die zu erstellende Projektarbeit ca. 15 bis 20
Seiten umfassen soll. Der Themenvorschlag sollte ggf. mit 3-5 Unterstrichen zur Erklärung für den Prüfungsausschuss unterlegt sein. (Diese Unterstriche sind kein Bestandteil des später bestätigten und vergebenen Themas.) Hinweise zur praxisbezogenen Projektarbeit befinden sich in der Anlage zu dieser Ausschreibung.

3. Auf Antrag gewährt die zuständige Stelle behinderten Prüfungsteilnehmern eine Ihrer Behinderung entsprechende Vergünstigung.
Diese wird nur unter Vorlage eines ärztlichen Attestes mit entsprechender Empfehlung hinsichtlich der als notwendig erachteten Vergünstigung gewährt. Der zu verwendende Vordruck kann im Internet unter www.lds.sachsen.de/Ausbildung, abgerufen werden.
Dies gilt auch für Prüfungsteilnehmer, die wegen einer ärztlich festgestellten vorübergehenden körperlichen Behinderung bei der Fertigung der Prüfungsarbeit erheblich beeinträchtigt sind.
Der Antrag ist zusammen mit der Anmeldung zur Prüfung zu stellen. Liegen die Voraussetzungen für die Gewährung von Prüfungsvergünstigungen erst zu einem späteren Zeitpunkt vor, ist der Antrag unverzüglich zu stellen.

IV. Gebührenerhebung
Die Landesdirektion Sachsen erhebt auf der Grundlage der
Sächsischen Aus- und Fortbildungsgebührenverordnung
(SächsAuFGebVO) vom 15. Juni 2006 (SächsGVBl. S. 166), geändert durch die VO vom 5. Juni 2007 (SächsGVBl. S. 202), für die
Abnahme von Fortbildungsprüfungen Benutzungsgebühren. Für die
Abnahme der Fortbildungsprüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung in Werkstätten für behinderte Menschen werden Gebühren in Höhe von 260,00 EUR erhoben.

Kostenschuldner ist gemäß § 7 Abs. 1 der Verordnung grundsätzlich der Prüfungsteilnehmer bzw. sein Dienstherr oder Arbeitgeber, sofern er den Prüfungsteilnehmer angemeldet hat. Staatliche Behörden und Gerichte des Freistaates Sachsen sind von der Gebührenpflicht befreit.

Leipzig, 13. Oktober 2016

Landesdirektion Sachsen


Stefan Barton
Referatsleiter Aus- und Fortbildung, Prüfungsangelegenheiten