Verwaltungsfachwirt/in

[13.03.2020]

Prüfungstermine 2020


Bekanntmachung
der Landesdirektion Sachsen
als zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz
für die Fortbildungsprüfung
zum Verwaltungsfachwirt/zur Verwaltungsfachwirtin
in Sachsen
Gz.: L13-6042/28/2

Vom 13. März 2020

I. Ausschreibung

 Die Landesdirektion Sachsen als zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Dezember 2019 (BGBl. I S. 2522) geändert worden ist, führt eine Fortbildungsprüfung zum Verwal­tungsfachwirt/zur Verwaltungsfachwirtin durch. Für die Prüfung gilt die Prüfungsordnung der Landesdirektion Sachsen für die Fortbildungsprüfung zum Verwaltungsfachwirt/zur Verwal­tungsfachwirtin (POVFW) vom 16. Januar 2008 (SächsABl. S. 238), die zuletzt durch die Verwaltungsvorschrift vom 21. Januar 2016 (SächsABl. S. 315) geändert worden ist.

 Die schriftlichen Prüfungen werden an folgenden Terminen durchgeführt:

Prüfungsfächer
 
1. Staats- und Verfassungsrecht,
    Europarecht, Bürgerliches Recht

16. November 2020
   
2. Allgemeines Verwaltungsrecht unter
    Einbeziehung des besonderen
    Verwaltungsrechts I


17. November 2020
   
3. Allgemeines Verwaltungsrecht unter
    Einbeziehung des besonderen
    Verwaltungsrechts II


20. November 2020
   
4. Öffentliches Dienstrecht,
    Kommunikation und Mitarbeiterführung

23. November 2020
   
5. Öffentliches Finanzwesen,
    Wirtschaftslehre

24. November 2020

 Bei den Prüfungsfächern 4 und 5 können die Prüfungsteilnehmer zwischen einer Aufgaben­stellung für den staatlichen und den kommunalen Bereich wählen. Das Wahlrecht ist zusam­men mit dem Zulassungsantrag auszuüben und ist unwiderruflich.

 Die mündliche Prüfung wird in der Zeit vom 4. Januar 2021 bis 15. Januar 2021 durchgeführt.

II. Zulassungsvoraussetzungen

(1) Zur Fortbildungsprüfung ist zuzulassen, wer
1. seine Arbeitsstätte oder, soweit kein Arbeitsverhältnis besteht, seinen Hauptwohnsitz im Freistaat Sachsen hat,
2. einen der folgenden Bildungsabschlüsse bestanden hat:
a) die Abschlussprüfung
- zum Verwaltungsfachangestellten
- zum Fachangestellten für Bürokommunikation,
- zum Kaufmann/zur Kauffrau für Büromanagement, sofern die Ausbildung im öffentlichen Dienst einschließlich der dienstbegleitenden Unterweisung absolviert wurde,
b) die Laufbahnprüfung für den mittleren nichttechnischen Dienst beziehungsweise die Laufbahnprüfung für eine nichttechnische Laufbahn (2. Einstiegsebene, Laufbahngruppe 1) oder
c) die Angestelltenprüfung I,
3. an einem Fortbildungslehrgang von mindestens 850 Unterrichtsstunden nach Maßgabe ei­nes zwischen den sächsischen Bildungsträgern abgestimmten und von der zuständigen Stel­le in geeigneter Weise veröffentlichten Lehrplans teilgenommen hat und
4. zum Zeitpunkt des Beginns der Prüfung (Datum der ersten Prüfungsleistung)
a) eine mindestens viereinhalbjährige berufspraktische Tätigkeit
b) nach dem Erwerb des Bildungsabschlusses
c) bei juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder des Privatrechts, an der eine oder mehrere juristische Personen des öffentlichen Rechts mehrheitlich beteiligt sind, nachweisen kann.
 
(2) Auf Antrag des Arbeitgebers ist abweichend von Abs. 1 Nr. 4 Buchst. a mit einer berufspraktischen Tätigkeit von mindestens zwei Jahren zuzulassen, wer den Bildungsabschluss mindestens mit der Note „gut“ (81,00 Punkte) bestanden hat. Beamte können zur Fortbildungsprüfung nicht zugelassen werden.
 
(3) Abweichend von Abs. 1 Nr. 2 werden andere Arbeitnehmer mit beruflichem Bildungsab­schluss zur Fortbildungsprüfung zugelassen, wenn sie einen von der zuständigen Stelle vor­gegebenen Eignungstest vor Beginn des nach Abs. 1 Nr. 3 genannten Fortbildungslehrganges erfolgreich abgeschlossen haben und zum Zeitpunkt der Prüfung eine mindestens sechsjährige berufspraktische Tätigkeit nach Abs. 1 Nr. 4 nachweisen können. In begründe­ten Ausnahmefällen kann der Nachweis über den erfolgreichen Abschluss des Eignungstests innerhalb des ersten Jahres des Fortbildungslehrganges erbracht werden. Nachweise über den erfolgreichen Abschluss von Eignungstests, die zu einem späteren Zeitpunkt durchge­führt wurden, werden nicht anerkannt.
 
(4) Soweit der Fortbildungslehrgang vor dem 1. Januar 2016 begonnen oder abgeschlossen wurde, sind andere Arbeitnehmer innerhalb von zwei Jahren nach Abschluss des Fortbildungslehrganges auch ohne Nachweis über den erfolgreichen Abschluss des Eignungstests bei Vorliegen der weiteren Voraussetzungen zur Fortbildungsprüfung zuzulassen.
 
(5) Die berufspraktische Tätigkeit ist nachzuweisen, in der Regel durch die Tätigkeitsbeschreibung. Der Nachweis muss einen hinreichenden Aufschluss darüber zulassen, dass ei­ne Tätigkeit ausgeübt wurde, die überwiegend dem Berufsbild eines Verwaltungsfachangestellten entspricht. Die zuständige Stelle kann die Verwendung besonderer Formulare verlan­gen.
 
(6) Behinderte Menschen sind zur Fortbildungsprüfung auch zuzulassen, wenn der Fortbildungslehrgang nicht oder die erforderliche Berufspraxis nicht in vollem Umfang absolviert worden sind, soweit Art und Schwere der Behinderung dies erfordern (§§ 67 und 65 Abs. 2 Satz 2 BBiG). Der Nachweis ist rechtzeitig unter Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung zu erbringen. Die zuständige Stelle kann ein amtsärztliches Gutachten verlangen.
 
(7) Von dem Erfordernis der Teilnahme am Fortbildungslehrgang kann abgesehen werden, wenn der Prüfungsbewerber durch Vorlage von Urkunden oder auf andere Weise glaubhaft macht, dass er die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat, die die Zulassung zur Fortbildungsprüfung rechtfertigen.
 
III. Zulassende Stelle
 
 Die Anmeldung zur Fortbildungsprüfung ist bis spätestens 10. Juli 2020 (Eingangsstempel) vom Prüfungsbewerber unter Verwendung des vorgegebenen Anmeldeformulars bei der Landesdirektion Sachsen einzureichen. Anträge auf Wiederholungsprüfung sind ebenfalls bis spätestens 10. Juli 2020 bei der Landesdirektion Sachsen einzureichen. Das Anmeldeformular ist im Internet unter www.lds.sachsen.de/ausbildung abzurufen.
 
 Dem Zulassungsantrag sind beizufügen:
1. Nachweis eines verwaltungsrechtlichen Bildungsabschlusses in Kopie (Fachangestellte/r für Bürokommunikation, Verwaltungsfachangestellte/r, Laufbahnprüfung mittlerer allgemeiner Verwaltungsdienst, Angestelltenprüfung I)
2. Zertifikat des auf diese Prüfung hinführenden Fortbildungslehrganges (Kopie); sofern der Teilnehmer dies noch nicht vorlegen kann, genügt eine Bescheinigung, dass der Antragstel­ler an einem solchen Lehrgang teilnimmt. Das Zertifikat ist spätestens bis zum 11. September 2020 nachzureichen.
3. a) Nachweis des Arbeitgebers über eine mindestens viereinhalbjährige berufspraktische Tätigkeit, die überwiegend dem Berufsbild einer/eines Verwaltungsfachangestellten ent­spricht, nach dem Erwerb des Bildungsabschlusses (Nr. 1) bei juristischen Personen des öf­fentlichen Rechts oder des Privatrechts, an der eine oder mehrere juristische Personen des öffentlichen Rechts beteiligt sind
oder
3. b) auf Antrag des Arbeitgebers ein Nachweis über eine mindestens zweijährige obige berufspraktische Tätigkeit, sofern der Bildungsabschluss (Nr. 1) mindestens mit der Note „gut“ (81,00 Punkte) bestanden wurde.
 
 Die vollständigen Zulassungsunterlagen sind fristgemäß bei der Landesdirektion Sachsen einzureichen. Von Teilsendungen bitten wir abzusehen. Später eingehende Zulassungsanträge können nicht mehr berücksichtigt werden.
 
 Auf dem Antrag ist kenntlich zu machen, ob der Teilnehmer die Prüfungsfächer Öffentliches Dienstrecht, Kommunikation und Mitarbeiterführung und Öffentliches Finanzwesen, Wirt­schaftslehre im kommunalen oder staatlichen Bereich ablegen möchte.
 
 Auf Antrag gewährt die zuständige Stelle behinderten Prüfungsteilnehmern eine ihrer Behin­derung entsprechende Vergünstigung/ entsprechenden Nachteilsausgleich. Diese/r wird nur unter Vorlage eines ärztlichen Attestes mit entsprechender Empfehlung hinsichtlich der als notwendig erachteten Vergünstigung/erachteten Nachteilsausgleich gewährt. Der zu verwendende Vordruck kann im Internet unter www.lds.sachsen.de/ausbildung abgerufen werden. Dies gilt auch für Prüfungsbewerber, die wegen einer ärztlich festgestellten vorübergehenden körperlichen Behinderung bei der Fertigung der Prüfungsarbeit erheblich beeinträchtigt sind.
 
 Der Antrag ist zusammen mit der Anmeldung zur Prüfung zu stellen. Liegen die Vorausset­zungen für die Gewährung von Prüfungsvergünstigungen bzw. Nachteilsausgleich erst zu einem späteren Zeitpunkt vor, ist der Antrag unverzüglich zu stellen.
 
IV. Gebührenerhebung
 
 Die Landesdirektion Sachsen erhebt auf der Grundlage der Sächsischen Aus- und Fortbildungsgebührenverordnung vom 15. Juni 2006 (SächsGVBl S. 166), die zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung vom 12. Dezember 2019 (SächsGVBl. 2020 S. 10) geändert worden ist, für die Abnahme von Fortbildungsprüfungen Benutzungsgebühren. Für die Abnahme der Fortbildungsprüfung zum/zur Verwaltungsfachwirt/in werden Gebühren in Höhe von 350,00 EUR erhoben.
 
 Kostenschuldner ist gemäß § 7 Abs. 1 der Verordnung der Prüfungsteilnehmer, sofern nicht sein Arbeitgeber die Kostenübernahme auf dem Zulassungsantrag bestätigt hat. Staatliche Behörden und Gerichte des Freistaates Sachsen sind von der Gebührenpflicht befreit.
 
Datenschutzhinweis
 
 Ihre Daten werden von der Landesdirektion Sachsen in Erfüllung ihrer Aufgaben gemäß den geltenden Bestimmungen zum Datenschutz verarbeitet. Weitere Informationen über die Verarbeitung der Daten und Ihre Rechte bei der Verarbeitung der Daten finden Sie unter dem Link www.lds.sachsen.de/datenschutz sowie in den dort eingestellten Informationsblättern.
 
Leipzig, den 13. März 2020
 
Landesdirektion Sachsen
Dr. Schütz
Referatsleiterin