Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung

[08.01.2020]

Prüfungstermine 2020


Bekanntmachung
der Landesdirektion Sachsen
als zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz
über die Prüfungstermine für die Fortbildungsprüfung zum
anerkannten Abschluss
Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und
Berufsförderung in Sachsen

Gz.: L13-6042/75/2
 
Vom 7. Januar 2020

I. Ausschreibung

 Die Landesdirektion Sachsen als zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Dezember 2019 (BGBl. I S. 2522) geändert worden ist, führt eine Fortbildungsprüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung durch. Für die Prüfung gelten die Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung vom 13. Dezember 2016 (BGBl. I S. 2909) und die Prüfungsordnung der Landesdirektion Sachsen für die Fortbildungsprüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung (POGeFAB) vom 10. November 2017 (SächsABl. S. 1590).

 Die Prüfung wird an folgenden Terminen durchgeführt:
 
Schriftliche Aufsichtsarbeit: 1. September 2020
Themenvergabe der Praxisbezogenen
Projektarbeit:
1. September 2020
Abgabetermin der Praxisbezogenen
Projektarbeit:
1. Oktober 2020
Präsentation und Fachgespräch: 2. und 3. November 2020
Ergänzungsgespräche: 2. und 3. November 2020
 
II. Zulassungsvoraussetzungen

(1) Zur Fortbildungsprüfung ist zuzulassen, wer
1.  seine Arbeitsstätte oder, soweit kein Arbeitsverhältnis besteht, seinen Hauptwohnsitz im Freistaat Sachsen hat und
 
2.  eine erfolgreich abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf und eine daran anschließende mindestens zweijährige einschlägige Berufspraxis oder
 
3.  eine erfolgreich abgelegte Abschlussprüfung in
a) einem auf der Grundlage eines Berufszulassungsgesetzes geregelten Heilberuf
oder
b) einem dreijährigen landesrechtlich geregelten Beruf im Gesundheits- und Sozialwesen und eine sich daran anschließende mindestens zweijährige einschlägige Berufspraxis

4.  ein erfolgreich abgeschlossenes einschlägiges Hochschulstudium und eine sich daran anschließende mindestens zweijährige einschlägige Berufspraxis oder

5.  eine mindestens sechsjährige Berufspraxis nachweist.

 Sechs Monate der nachzuweisenden Berufspraxis nach Absatz 1 Nummer 2 bis 5 müssen in Aufgabenbereichen geleistet worden sein, die wesentliche Bezüge zu den Aufgaben einer Geprüften Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung haben. Die Berufspraxis muss spätestens zum Zeitpunkt des Beginns der Prüfung (Datum der ersten Prüfungsleistung) erfüllt sein.

(2) Die berufspraktische Tätigkeit ist nachzuweisen. Der Nachweis muss einen hinreichenden Aufschluss darüber zulassen, dass tatsächlich eine mindestens sechsmonatige Tätigkeit ausgeübt wurde, die wesentliche Bezüge zu den Aufgaben einer Geprüften Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung hat. Die zuständige Stelle kann die Verwendung besonderer Formulare verlangen.

(3) Abweichend hiervon kann zur Prüfung auch zugelassen werden, wer durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise glaubhaft macht, dass er Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen erworben hat, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigen.

(4) Behinderte Menschen (§ 2 Abs. 1 Satz 1 Sozialgesetzbuch – Neuntes Buch (SGB IX)) sind zur Fortbildungsprüfung auch zuzulassen, wenn der Fortbildungslehrgang nicht oder die erforderliche Berufspraxis nicht in vollem Umfang absolviert worden sind, soweit Art und Schwere der Behinderung dies erfordern (§§ 67 und 65 Abs. 2 Satz 2 BBiG). Der Nachweis ist rechtzeitig unter Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung zu erbringen. Die zuständige Stelle kann ein amtsärztliches Gutachten verlangen.

III. Zulassende Stelle

1. Die Anmeldung zur Fortbildungsprüfung ist zusammen mit dem Formular: „Antrag auf Genehmigung des Themas für den Prüfungsbereich Praxisbezogene Projektarbeit“ vom Prüfungsbewerber unter Verwendung des vorgegebenen Anmeldeformulars bis spätestens 30. April 2020 (Eingangsstempel) bei der Landesdirektion Sachsen einzureichen. Das Anmeldeformular sowie das Formular „Antrag auf Genehmigung des Themas für den Prüfungsbereich Praxisbezogene Projektarbeit“ sind im Internet unter www.lds.sachsen.de/ausbildung abzurufen.

2. Die vollständigen Zulassungsanträge sind fristgemäß bei der Landesdirektion Sachsen einzureichen. Von Teilsendungen bitten wir abzusehen. Später eingehende Zulassungsanträge können nicht mehr berücksichtigt werden.

 Dem Zulassungsantrag sind beizufügen:
  • eine Kopie des Prüfungszeugnisses über die bestandene Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf und der Nachweis über eine mindestens zweijährige Berufspraxis (davon mindestens sechs Monate mit wesentlichen Bezügen zu den Aufgaben einer Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung) oder
  • ein Nachweis über eine mindestens sechsjährige Berufspraxis (davon mindestens sechs Monate mit wesentlichen Bezügen zu den Aufgaben einer Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung),
  • sonstige Zeugnisse und Nachweise, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigen,
  • ein Themenvorschlag für die praxisbezogene Projektarbeit unter Verwendung des Formulars: „Antrag auf Genehmigung des Themas für den Prüfungsbereich Praxisbezogene Projektarbeit“

3. Auf Antrag gewährt die zuständige Stelle behinderten Prüfungsteilnehmern eine ihrer Behinderung entsprechende Vergünstigung. Diese wird nur unter Vorlage eines ärztlichen Attestes mit entsprechender Empfehlung hinsichtlich der als notwendig erachteten Vergünstigung gewährt. Der zu verwendende Vordruck kann im Internet unter www.lds.sachsen.de/ausbildung abgerufen werden. Dies gilt auch für Prüfungsteilnehmer, die wegen einer ärztlich festgestellten vorübergehenden körperlichen Behinderung bei der Fertigung der Prüfungsarbeit erheblich beeinträchtigt sind.

 Der Antrag ist zusammen mit der Anmeldung zur Prüfung zu stellen. Liegen die Voraussetzungen für die Gewährung von Prüfungsvergünstigungen erst zu einem späteren Zeitpunkt vor, ist der Antrag unverzüglich zu stellen.

IV. Gebührenerhebung

 Die Landesdirektion Sachsen erhebt auf der Grundlage der Sächsischen Aus- und Fortbildungsgebührenverordnung vom 15. Juni 2006 (SächsGVBl. S. 166), die zuletzt durch Artikel 3 der Verordnung vom 19. Januar 2017 (SächsGVBl. S. 20) geändert worden ist, für die Abnahme von Fortbildungsprüfungen Benutzungsgebühren. Für die Abnahme der Fortbildungsprüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung werden Gebühren in Höhe von 260,00 EUR erhoben.

 Kostenschuldner ist gemäß § 7 Abs. 1 der Verordnung grundsätzlich der Prüfungsteilnehmer. Sein Dienstherr oder Arbeitgeber kann die Kosten übernehmen, dies ist auf dem Anmeldeformular zu bestätigen. Behörden und Gerichte des Freistaates Sachsen sind von der Gebührenpflicht befreit.

Datenschutzhinweis

 Ihre Daten werden von der Landesdirektion Sachsen in Erfüllung ihrer Aufgaben gemäß den geltenden Bestimmungen zum Datenschutz verarbeitet. Weitere Informationen über die Verarbeitung der Daten und Ihre Rechte bei der Verarbeitung der Daten, finden Sie unter dem Link www.lds.sachsen.de/datenschutz sowie in den dort eingestellten Informationsblättern.

Leipzig, 7. Januar 2020

Landesdirektion Sachsen
Dr. Schütz
Referatsleiterin

• Anlage: Thema und Vorgaben zur praxisbezogenen Projektarbeit