Verwaltungsfachangestellte/r

[24.08.2018]

Prüfungstermine Abschlussprüfung Sommer 2019

Bekanntmachung der Landesdirektion Sachsen
als zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz
über die Prüfungstermine für die Abschlussprüfung im
Ausbildungsberuf Verwaltungsfachangestellte/r in Sachsen

vom 23. August 2018


I.     Ausschreibung

Die Landesdirektion Sachsen als zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), das zuletzt durch Artikel 14 des Gesetzes vom 17. Juli 2017 (BGBl. I S. 2581) geändert worden ist, führt im Ausbildungsberuf Verwaltungsfachangestellte/r eine Abschlussprüfung durch. Für die Prüfung gelten die Verordnung über die Berufsausbildung zum/zur Verwaltungsfachangestellten vom 19. Mai 1999 (BGBl. I S. 1029), geändert durch Verordnung vom 15. März 2000 (BGBL. I S. 222) und die Prüfungsordnung der Landesdirektion Sachsen für die Zwischen- und Abschlussprüfung sowie die Umschulungsprüfung im Ausbildungsberuf Verwaltungsfachangestellte/r in der Fachrichtung Landes- und Kommunalverwaltung (POVFA) vom 22. Januar 2007, zuletzt geändert durch Bekanntmachung vom 28. Juni 2012 (SächsABl. S. 1012) mit Wirkung vom 1. März 2012.
 
Die Prüfungen werden wie folgt durchgeführt:
 
a)   schriftliche Prüfung vom 14. Mai 2019 bis 17. Mai 2019
   
b)   praktische Prüfung vom 12. Juni 2019 bis 26. Juni 2019
   
c)   Ergänzungsprüfung vom 13. August 2019 bis 14. August 2019

II.    Zulassungsvoraussetzungen

Zur Abschlussprüfung sind zuzulassen:


1. Auszubildende im Ausbildungsberuf Verwaltungsfachangestellte/r, die an der vorgeschriebenen Zwischenprüfung teilgenommen sowie die vorgeschriebenen schriftlichen Ausbildungsnachweise geführt bzw. vorgelegt haben (siehe III.), deren Ausbildungszeit nicht später als zwei Monate nach Prüfungstermin endet und deren Berufsausbildungsverhältnis in das bei der zuständigen Stelle geführte Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse eingetragen ist (§ 43 Abs. 1 BBiG). Von der Voraussetzung der Teilnahme an der Zwischenprüfung kann abgesehen werden, wenn der Auszubildende die Zwischenprüfung aus einem wichtigen Grund nicht ablegen konnte und bis zum Beginn seiner Abschlussprüfung eine Zwischenprüfung nicht mehr stattfindet.

2. Bewerber, die eine Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf Verwaltungsfachangestellte/r abgelegt haben und die Prüfung wegen Nichtbestehens wiederholen wollen. Eine nicht bestandene Prüfung kann zweimal wiederholt werden, frühestens zum jeweils nächsten Prüfungstermin.

3. Umschüler, die nachweisen, dass sie an einer geeigneten Umschulungsmaßnahme teilgenommen haben und deren Umschulungsverträge in das Verzeichnis der zuständigen Stelle eingetragen sind.

4. Bewerber, die:
a)  ihre Arbeitsstätte oder, soweit kein Arbeitsverhältnis besteht, ihren Hauptwohnsitz im Freistaat Sachsen haben und
b)  zum Zeitpunkt des Beginns der Prüfung (Datum der ersten Prüfungsleistungen) eine mindestens viereinhalbjährige berufspraktische Tätigkeit als Verwaltungsfachangestellte/r in der Landes- und Kommunalverwaltung oder vergleichbaren öffentlichen Einrichtungen nachweisen können. Als berufspraktische Tätigkeit gelten auch Ausbildungszeiten in einem anderen einschlägigen Ausbildungsberuf.
 
Gemäß § 10 Abs. 2 ist abweichend von der Mindestzeit nach § 10 Abs. 1 Nr. 2 POVFA mit einer mindestens vierjährigen berufspraktischen Tätigkeit zuzulassen, wer an einem Vorbereitungslehrgang von mindestens 565 Unterrichtsstunden auf Grundlage eines von der zuständigen Stelle in geeigneter Weise veröffentlichten Lehrplans teilgenommen hat.
 
Vom Nachweis der Mindestzeit nach § 10 Abs. 1 Nr. 2 POVFA kann gemäß § 10 Abs. 3 POVFA ganz oder teilweise abgesehen werden, wenn durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise glaubhaft gemacht wird, dass der Prüfungsbewerber die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigt. Ausländische Bildungsabschlüsse und Zeiten der Berufstätigkeit im Ausland sind dabei zu berücksichtigen.

Gemäß § 10 Abs. 4 POVFA ist die berufspraktische Tätigkeit nachzuweisen. Der Nachweis muss einen hinreichenden Aufschluss darüber zulassen, dass tatsächlich die Tätigkeit einer/s Verwaltungsfachangestellten ausgeübt wurde. Die zuständige Stelle kann die Verwendung besonderer Formulare verlangen.

5. Behinderte Menschen (§ 2 Abs. 1 Satz 1 Sozialgesetzbuch – Neuntes Buch (SGB IX)) sind zur Abschlussprüfung auch zuzulassen, wenn die Voraussetzungen nach § 43 Abs. 1 Nr. 2 und 3 BBiG nicht vorliegen. Der Nachweis der Behinderung ist rechtzeitig unter Vorlage eines ärztlichen Gutachtens zu erbringen. Der zu verwendende Vordruck kann im Internet unter www.lds.sachsen.de/ausbildung abgerufen werden. Die zuständige Stelle kann ein amtsärztliches Gutachten verlangen.

III.   Zulassende Stelle

1. Die Anmeldung zur Abschlussprüfung ist bis spätestens
25. Januar 2019 (Eingangsstempel) vom Ausbildenden mit Zustimmung des Prüfungsbewerbers unter Verwendung des vorgegebenen Anmeldeformulars bei der Landesdirektion Sachsen einzureichen. Anträge auf Wiederholungsprüfung sind bis spätestens
13. Februar 2019 bei der Landesdirektion Sachsen einzureichen.

Das Anmeldeformular ist im Internet unter www.lds.sachsen.de/ausbildung abzurufen.

Für Ausbildungsverträge, die vor dem 30. September 2017 abgeschlossen wurden:
Die Ausbildenden werden darauf hingewiesen, dass sie gemäß § 14 Abs. 1 Nr. 4 BBiG* für die Führung und Kontrolle der schriftlichen Ausbildungsnachweise (Berichtshefte) verantwortlich sind und mit ihrer Unterschrift zur Anmeldung des Auszubildenden zur Abschlussprüfung gleichzeitig bescheinigen, dass gemäß § 43 Abs. 1 Nr. 2 BBiG* die Zulassungsvoraussetzung „Führen der vorgeschriebenen schriftlichen Ausbildungsnachweise“ erfüllt ist.
 
Für Ausbildungsverträge, die nach dem 30. September 2017 abgeschlossen wurden:
Ausbildende haben Auszubildende zum Führen der Ausbildungsnachweise nach § 13 Satz 2 Nr. 7 BBiG anzuhalten und diese regelmäßig durchzusehen. Ausbilder und Auszubildende haben den Ausbildungsnachweis zu unterzeichnen und der zuständigen Stelle gem. § 43 Abs. 1 Nr. 2 BBiG vorzulegen (Die Aufforderung dazu erfolgt gesondert.).
 
In besonderen Fällen (Ziffer II.4) beantragen die Prüfungsbewerber selbst die Zulassung zur Abschlussprüfung bei der Landesdirektion Sachsen.
Dem Zulassungsantrag sind beizufügen:
bei mindestens viereinhalbjähriger berufsspezifischer Tätigkeit im Ausbildungsberuf Verwaltungsfachangestellte/r
-    ein von der Dienststelle bestätigter Nachweis (Unterschrift) über eine mindestens viereinhalbjährige praktische berufsspezifische Tätigkeit im Ausbildungsberuf Verwaltungsfachangestellte/r,
-    eine zeitliche Darstellung des beruflichen Werdeganges;
bei mindestens vierjähriger berufsspezifischer Tätigkeit im Ausbildungsberuf Verwaltungsfachangestellte/r
-    Zertifikat über die Teilnahme an einem auf die Abschlussprüfung hinführenden Vorbereitungslehrgang von mindestens 565 Stunden,
-    ein von der Dienststelle bestätigter Nachweis (Unterschrift) über eine mindestens vierjährige praktische berufsspezifische Tätigkeit im Ausbildungsberuf Verwaltungsfachangestellte/r,
-    eine zeitliche Darstellung des beruflichen Werdeganges.

Die berufsspezifischen Tätigkeiten sind mit drei bis vier Stichpunkten zu untersetzen, wobei die Aufgabenschwerpunkte prozentual anzugeben sind. Tätigkeitsbeschreibungen werden ebenfalls akzeptiert.

Falls die Vorbereitungslehrgänge noch nicht beendet wurden, ist statt des Zertifikates eine Bescheinigung der Bildungseinrichtung erforderlich, aus welcher hervorgeht, dass der Antragsteller einen solchen Lehrgang besucht. Die Bescheinigung über den Lehrgang ist bis spätestens 25. Januar 2019 einzureichen. Das Zertifikat über den abgeschlossenen Lehrgang (Kopie) ist bis spätestens 22. März 2019 nachzureichen. Für die Anerkennung von Ausbildungszeiten, ausländischen Bildungsabschlüssen und Zeiten der Berufstätigkeit im Ausland sind dem Antrag entsprechende Nachweise beizufügen.

Die vollständigen Zulassungsunterlagen sind fristgemäß bei der Landesdirektion Sachsen einzureichen. Von Teilsendungen bitten wir abzusehen. Später eingehende Zulassungsanträge können nicht mehr berücksichtigt werden.

2. Auf Antrag gewährt die zuständige Stelle behinderten Prüfungsteilnehmern einen ihrer Behinderung entsprechenden Nachteilsausgleich. Dieser wird nur unter Vorlage eines ärztlichen Attestes mit entsprechender Empfehlung hinsichtlich der als notwendig erachteten Vergünstigung gewährt. Der zu verwendende Vordruck kann im Internet unter www.lds.sachsen.de/ausbildung abgerufen werden. Dies gilt auch für Prüfungsteilnehmer, die wegen einer ärztlich festgestellten vorübergehenden körperlichen Behinderung bei der Fertigung der Prüfungsarbeit erheblich beeinträchtigt sind.

Der Antrag ist zusammen mit der Anmeldung zur Prüfung zu stellen. Liegen die Voraussetzungen für die Gewährung von Prüfungsvergünstigungen erst zu einem späteren Zeitpunkt vor, ist der Antrag unverzüglich zu stellen.

Die Teilnahme an der Abschlussprüfung ist für den Auszubildenden gebührenfrei.

Datenschutzhinweis

Ihre Daten werden von der Landesdirektion Sachsen in Erfüllung ihrer Aufgaben gemäß den geltenden Bestimmungen zum Datenschutz verarbeitet. Weitere Informationen über die Verarbeitung der Daten und Ihre Rechte bei der Verarbeitung der Daten, finden Sie unter dem Link www.lds.sachsen.de/datenschutz sowie in den dort eingestellten Informationsblättern.
 
Leipzig, 23. August 2018

Landesdirektion Sachsen


Kerstin Bechstein
In Vertretung des Referatsleiters Aus- und Fortbildung, Prüfungsangelegenheiten

*in der bis 5. April 2017 geltenden Fassung