Vermessungstechniker/Geomatiker

[22.06.2018]

Prüfungstermine Abschlussprüfung Winter 2018/2019

Bekanntmachung der Landesdirektion Sachsen
als zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz für die
Abschlussprüfung in den Ausbildungsberufen der Geoinformationstechnologie in Sachsen vom 22. Juni 2018

 
I. Ausschreibung

Die Landesdirektion Sachsen als zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), das durch Artikel 14 des Gesetzes vom 17. Juli 2017 (BGBl. I S. 2581) geändert worden ist, führt in den Ausbildungsberufen der Geoinformationstechnologie eine Abschlussprüfung durch. Für die Prüfung gelten die Verordnung über die Berufsausbildung in der Geoinformationstechnologie vom 30. Mai 2010 (BGBl. I S. 694) und die Prüfungsordnung der Landesdirektion Sachsen für die Zwischen- und Abschlussprüfung sowie die Umschulungsprüfung in den Ausbildungsberufen der Geoinformationstechnologie (POGIT) vom 7. September 2017 (SächsAbl. S.1314).

Die Prüfung wird wie folgt durchgeführt:

1. Im Ausbildungsberuf Vermessungstechniker/in, Fachrichtung Vermessung

a) Prüfungsbereich „Vermessungstechnische Prozesse“
  • Einreichung des Antrages zur Genehmigung des betrieblichen Auftrages:
bis 31. August 2018
 
  • Durchführung des betrieblichen Auftrages: 
im Zeitraum vom 18. Oktober bis 17. Dezember 2018
  • Durchführung des auftragsbezogenen Fachgespräches: 
im Zeitraum vom 21. bis 25. Januar 2019
b) Prüfungsbereiche
„Geodatenbearbeitung“, „Öffentliche Aufgaben und technische Vermessung“ und „Wirtschafts- und Sozialkunde“ am 17. und 18. Januar 2019
c) Mündliche Ergänzungsprüfung  am 7. Februar 2019

II. Zulassungsvoraussetzungen

Zur Abschlussprüfung sind zuzulassen:

1. Auszubildende in den Ausbildungsberufen Vermessungstechniker/in, Fachrichtung Vermessung, die an der vorgeschriebenen Zwischenprüfung teilgenommen sowie die vorgeschriebenen schriftlichen Ausbildungsnachweise geführt bzw. vorgelegt (siehe III.) haben, deren Ausbildungszeit nicht später als zwei Monate nach Prüfungstermin endet und deren Berufsausbildungsverhältnis in das bei der zuständigen Stelle geführte Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse eingetragen ist (§ 43 Abs. 1 BBiG).

2. Bewerber, die eine Abschlussprüfung in den Ausbildungsberufen Vermessungstechniker/in, Fachrichtung Vermessung, abgelegt haben und die Prüfung wegen Nichtbestehens wiederholen wollen. Eine nicht bestandene Prüfung kann zweimal wiederholt werden, frühestens zum jeweils nächsten Prüfungstermin.

3. Umschüler, die nachweisen, dass sie an einer geeigneten Umschulungsmaßnahme teilgenommen haben und dessen Umschulungsvertrag in das Verzeichnis der zuständigen Stelle eingetragen ist.

4. Bewerber, die:
a) ihre Arbeitsstätte oder, soweit kein Arbeitsverhältnis besteht, ihren Hauptwohnsitz im Freistaat Sachsen haben und
b) zum Zeitpunkt des Beginns der Prüfung (Datum der ersten Prüfungsleistungen) eine mindestens viereinhalbjährige berufspraktische Tätigkeit als Vermessungstechniker/in nachweisen können. Als berufspraktische Tätigkeit gelten auch Ausbildungszeiten in einem anderen einschlägigen Ausbildungsberuf.

Vom Nachweis der Mindestzeit nach § 10 Abs. 1 Nr. 2 POGIT kann gemäß § 10 Abs. 2 POPOGIT ganz oder teilweise abgesehen werden, wenn durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise glaubhaft gemacht wird, dass der Prüfungsbewerber die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigt. Ausländische Bildungsabschlüsse und Zeiten der Berufstätigkeit im Ausland sind dabei zu berücksichtigen.

Gemäß § 10 Abs. 3 POGIT ist die berufspraktische Tätigkeit nachzuweisen. Der Nachweis muss einen hinreichenden Aufschluss darüber zulassen, dass tatsächlich die Tätigkeit eines/einer Vermessers/in ausgeübt wurde. Die zuständige Stelle kann die Verwendung besonderer Formulare verlangen.

5. Behinderte Prüfungsteilnehmer (§ 2 Abs. 1 Satz 1 Sozialgesetzbuch – Neuntes Buch (SGB IX)) sind zur Abschlussprüfung auch zuzulassen, wenn die Voraussetzungen nach § 43 Abs. 1 Nr. 2 und 3 BBiG nicht vorliegen. Der Nachweis der Behinderung ist rechtzeitig unter Vorlage eines ärztlichen Gutachtens zu erbringen. Der zu verwendende Vordruck kann im Internet unter www.lds.sachsen.de/ausbildung abgerufen werden. Die zuständige Stelle kann ein amtsärztliches Gutachten verlangen.

III. Zulassende Stelle

1. Die Anmeldung zur Abschlussprüfung ist vom Ausbildenden mit Zustimmung des Prüfungsbewerbers unter Verwendung des vorgegebenen Anmeldeformulars bis spätestens 31. August 2018 (Eingangsstempel) gemeinsam mit dem Antrag auf Genehmigung des betrieblichen Auftrages bei der Landesdirektion Sachsen einzureichen. Das Anmeldeformular einschl. Antrag auf Genehmigung des betrieblichen Auftrages ist im Internet unter www.lds.sachsen.de/ausbildung abzurufen.

Für Ausbildungsverträge, die vor dem 30. September 2017 abgeschlossen wurden:
Die Ausbildenden werden darauf hingewiesen, dass sie gemäß § 14 Abs. 1 Nr. 4 BBiG* für die Führung und Kontrolle der schriftlichen Ausbildungsnachweise (Berichtshefte) verantwortlich sind und mit ihrer Unterschrift zur Anmeldung des Auszubildenden zur Abschlussprüfung gleichzeitig bescheinigen, dass gemäß § 43 Abs. 1 Nr. 2 BBiG* die Zulassungsvoraussetzung „Führen der vorgeschriebenen schriftlichen Ausbildungsnachweise“ erfüllt ist.

Für Ausbildungsverträge, die nach dem 30. September 2017 abgeschlossen wurden:
Ausbildende haben Auszubildende zum Führen der Ausbildungsnachweise nach § 13 Satz 2 Nr. 7 BBiG anzuhalten und diese regelmäßig durchzusehen. Ausbilder und Auszubildende haben den Ausbildungsnachweis zu unterzeichnen und der zuständigen Stelle gem. § 43 Abs. 1 Nr. 2 BBiG vorzulegen (Die Aufforderung dazu erfolgt gesondert.).

In besonderen Fällen (Ziffer II. 4) beantragen die Prüfungsbewerber selbst die Zulassung zur Abschlussprüfung bei der Landesdirektion Sachsen.
Dem Zulassungsantrag sind beizufügen:
bei mindestens viereinhalbjähriger berufspraktischer Tätigkeit im Ausbildungsberuf Vermessungstechniker/in
-    ein von der Dienststelle bestätigter Nachweis (Unterschrift) über eine mindestens viereinhalbjährige berufspraktische Tätigkeit im Ausbildungsberuf
-    eine zeitliche Darstellung des beruflichen Werdeganges.

Die vollständigen Zulassungsunterlagen sind fristgemäß bei der Landesdirektion Sachsen einzureichen. Von Teilsendungen bitten wir abzusehen. Später eingehende Zulassungsanträge können nicht mehr berücksichtigt werden.

2. Auf Antrag gewährt die zuständige Stelle behinderten Prüfungsteilnehmern eine ihrer Behinderung entsprechende Vergünstigung. Diese wird nur unter Vorlage eines ärztlichen Attestes mit entsprechender Empfehlung hinsichtlich der als notwendig erachteten Vergünstigung gewährt. Der zu verwendende Vordruck kann im Internet unter www.lds.sachsen.de/ausbildung abgerufen werden. Dies gilt auch für Prüfungsteilnehmer, die wegen einer ärztlich festgestellten vorübergehenden körperlichen Behinderung bei der Fertigung der Prüfungsarbeit erheblich beeinträchtigt sind.

Der Antrag ist zusammen mit der Anmeldung zur Prüfung zu stellen. Liegen die Voraussetzungen für die Gewährung von Prüfungsvergünstigungen erst zu einem späteren Zeitpunkt vor, ist der Antrag unverzüglich zu stellen.

Die Teilnahme an der Abschlussprüfung ist für den Auszubildenden gebührenfrei.

Leipzig, 22. Juni 2018

Landesdirektion Sachsen


Kerstin Bechstein
i.V. des Referatsleiters Aus- und Fortbildung, Prüfungsangelegenheiten

*in der bis 5. April 2017 geltenden Fassung