Verwaltungsfachwirt/in

[21.03.2018]

Prüfungstermine 2018

Bekanntmachung der Landesdirektion Sachsen
als zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz für die
Fortbildungsprüfung zur Verwaltungsfachwirtin/ zum Verwaltungsfachwirt in Sachsen vom 20. März 2018


I. Aus­schrei­bung

Die Landesdirektion Sachsen als zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), das zuletzt durch Artikel 14 des Gesetzes vom 17. Juli 2017 (BGBl. I S. 2581) geändert worden ist, führt ei­ne Fort­bil­dungs­prü­fung zur Ver­wal­tungs­fach­wir­tin / zum Ver­wal­tungs­fach­wirt durch. Für die Prü­fung gilt die Prü­fungs­ord­nung der Lan­des­di­rek­ti­on Sach­sen für die Fort­bil­dungs­prü­fung zur Ver­wal­tungs­fach­wir­tin / zum Ver­wal­tungs­fach­wirt (POVFW) vom 16. Ja­nu­ar 2008 (Sächs­Abl. S. 238 ff.), die zu­letzt durch die Ver­wal­tungs­vor­schrift vom 21. Ja­nu­ar 2016 (Sächs­ABl. S. 315) ge­än­dert wor­den ist. 

Die schrift­li­chen Prü­fun­gen wer­den wie folgt durch­ge­führt:

Prü­fungs­fä­cher 
1.  Staats- und Ver­fas­sungs­recht,
     Eu­ro­pa­recht, Bür­ger­li­ches Recht
 
1. No­vem­ber 2018
2.  All­ge­mei­nes Ver­wal­tungs­recht
     un­ter Ein­be­zie­hung des be­son­de­ren
     Ver­wal­tungs­rechts
 
 
2. No­vem­ber 2018
3.  All­ge­mei­nes Ver­wal­tungs­recht un­ter
     Ein­be­zie­hung des be­son­de­ren
     Ver­wal­tungs­rechts
 
 
5. No­vem­ber 2018
4.  Öf­fent­li­ches Dienst­recht,
     Kom­mu­ni­ka­ti­on und Mit­ar­bei­ter­füh­rung
 
6. No­vem­ber 2018
5.  Öf­fent­li­ches Fi­nanz­we­sen,
     Wirt­schafts­leh­re

7. No­vem­ber 2018
Bei den Prü­fungs­fä­chern 4 und 5 kön­nen die Prü­fungs­teil­neh­mer zwi­schen ei­ner Auf­ga­ben­stel­lung für den staat­li­chen und den kom­mu­na­len Be­reich wäh­len. Das Wahl­recht ist zu­sam­men mit dem
Zu­las­sungs­an­trag aus­zu­üben und ist un­wi­der­ruf­lich.

Die münd­li­che Prü­fung wird in der Zeit vom 26. No­vem­ber 2018 bis
7. De­zem­ber 2018 durch­ge­führt.

II. Zu­las­sungs­vor­aus­set­zun­gen

(1)  Zur Fort­bil­dungs­prü­fung ist zu­zu­las­sen, wer
1. sei­ne Ar­beits­stät­te oder, so­weit kein Ar­beits­ver­hält­nis be­steht, sei­nen Haupt­wohn­sitz im Frei­staat Sach­sen hat,
2. ei­nen der fol­gen­den Bil­dungs­ab­schlüs­se be­stan­den hat:
a) die Ab­schluss­prü­fung
- zum Ver­wal­tungs­fach­an­ge­stell­ten 
- zum Fach­an­ge­stell­ten für Bü­ro­kom­mu­ni­ka­ti­on,
- zum Kauf­mann/zur Kauf­frau für Bü­ro­ma­nage­ment, so­fern die Aus­bil­dung im öf­fent­li­chen Dienst ein­schließ­lich der dienst­be­glei­ten­den Un­ter­wei­sung
ab­sol­viert wur­de,
b) die Lauf­bahn­prü­fung für den mitt­le­ren nicht­tech­ni­schen Dienst be­zie­hungs­wei­se die Lauf­bahn­prü­fung für ei­ne nicht­tech­ni­sche Lauf­bahn (2. Ein­stiegs­ebe­ne, Lauf­bahn­grup­pe 1) oder 
c) die An­ge­stell­ten­prü­fung I,
3. an ei­nem Fort­bil­dungs­lehr­gang von min­des­tens 850 Un­ter­richts­stun­den nach Maß­ga­be ei­nes zwi­schen den säch­si­schen Bil­dungs­trä­gern ab­ge­stimm­ten und von der zu­stän­di­gen Stel­le in ge­eig­ne­ter Wei­se ver­öf­fent­lich­ten Lehr­plans teil­ge­nom­men hat und
4. zum Zeit­punkt des Be­ginns der Prü­fung (Da­tum der ers­ten Prü­fungs­leis­tung)
a) ei­ne min­des­tens vier­ein­halb­jäh­ri­ge be­rufs­prak­ti­sche Tä­tig­keit
b) nach dem Er­werb des Bil­dungs­ab­schlus­ses
c) bei ju­ris­ti­schen Per­so­nen des öf­fent­li­chen Rechts oder des Pri­vat­rechts, an der ei­ne oder meh­re­re ju­ris­ti­sche Per­so­nen des öf­fent­li­chen Rechts mehr­heit­lich be­tei­ligt sind, nach­wei­sen kann.

(2) Auf An­trag des Ar­beit­ge­bers ist ab­wei­chend von Abs. 1 Nr. 4 Buchst. a mit ei­ner be­rufs­prak­ti­schen Tä­tig­keit von min­des­tens zwei Jah­ren zu­zu­las­sen, wer den Bil­dungs­ab­schluss min­des­tens mit der No­te „gut“ (81,00 Punk­te) be­stan­den hat. Be­am­te kön­nen zur Fort­bil­dungs­prü­fung nicht zu­ge­las­sen wer­den.

(3) Ab­wei­chend von Abs. 1 Nr. 2 wer­den an­de­re Ar­beit­neh­mer mit be­ruf­li­chem Bil­dungs­ab­schluss zur Fort­bil­dungs­prü­fung zu­ge­las­sen, wenn sie ei­nen von der zu­stän­di­gen Stel­le vor­ge­ge­be­nen Eig­nungs­test vor Be­ginn des nach Abs. 1 Nr. 3 ge­nann­ten Fort­bil­dungs­lehr­gan­ges er­folg­reich ab­ge­schlos­sen ha­ben und zum Zeit­punkt der Prü­fung ei­ne min­des­tens sechs­jäh­ri­ge be­rufs­prak­ti­sche Tä­tig­keit nach Abs. 1 Nr. 4 nach­wei­sen kön­nen. In be­grün­de­ten Aus­nah­me­fäl­len kann der Nach­weis über den er­folg­rei­chen Ab­schluss des Eig­nungs­tests in­ner­halb des ers­ten Jah­res des Fort­bil­dungs­lehr­gan­ges er­bracht wer­den. Nach­wei­se über den er­folg­rei­chen Ab­schluss von Eig­nungs­tests, die zu ei­nem spä­te­ren Zeit­punkt durch­ge­führt wur­den, wer­den nicht an­er­kannt.

(4) So­weit der Fort­bil­dungs­lehr­gang vor dem 1. Ja­nu­ar 2016 be­gon­nen oder ab­ge­schlos­sen wur­de, sind an­de­re Ar­beit­neh­mer in­ner­halb von zwei Jah­ren nach Ab­schluss des Fort­bil­dungs­lehr­gan­ges auch oh­ne Nach­weis über den er­folg­rei­chen Ab­schluss des Eig­nungs­tests bei Vor­lie­gen der wei­te­ren Vor­aus­set­zun­gen zur Fort­bil­dungs­prü­fung zu­zu­las­sen.

(5) Die be­rufs­prak­ti­sche Tä­tig­keit ist nach­zu­wei­sen, in der Re­gel durch die Tä­tig­keits­be­schrei­bung. Der Nach­weis muss ei­nen hin­rei­chen­den Auf­schluss dar­über zu­las­sen, dass ei­ne Tä­tig­keit aus­ge­übt wur­de, die über­wie­gend dem Be­rufs­bild ei­nes Ver­wal­tungs­fach­an­ge­stell­ten ent­spricht. Die zu­stän­di­ge Stel­le kann die Ver­wen­dung be­son­de­rer For­mu­la­re ver­lan­gen.

(6) Be­hin­der­te Men­schen sind zur Fort­bil­dungs­prü­fung auch zu­zu­las­sen, wenn der Fort­bil­dungs­lehr­gang nicht oder die er­for­der­li­che Be­rufs­pra­xis nicht in vol­lem Um­fang ab­sol­viert wor­den sind, so­weit Art und Schwe­re der Be­hin­de­rung dies er­for­dern (§§ 67 und 65 Abs. 2 Satz 2 BBiG). Der Nach­weis ist recht­zei­tig un­ter Vor­la­ge ei­ner ärzt­li­chen Be­schei­ni­gung zu er­brin­gen. Die zu­stän­di­ge Stel­le kann ein amts­ärzt­li­ches Gut­ach­ten ver­lan­gen.

(7) Von dem Er­for­der­nis der Teil­nah­me am Fort­bil­dungs­lehr­gang kann ab­ge­se­hen wer­den, wenn der Prü­fungs­be­wer­ber durch Vor­la­ge von Ur­kun­den oder auf an­de­re Wei­se glaub­haft macht, dass er die be­ruf­li­che Hand­lungs­fä­hig­keit er­wor­ben hat, die die Zu­las­sung zur Fort­bil­dungs­prü­fung recht­fer­ti­gen.

III. Zu­las­sen­de Stel­le

Die An­mel­dung zur Fort­bil­dungs­prü­fung ist bis spä­tes­tens 6. Ju­li 2018 (Ein­gangs­stem­pel) vom Prü­fungs­be­wer­ber un­ter Ver­wen­dung des vor­ge­ge­be­nen An­mel­de­for­mu­lars bei der Lan­des­di­rek­ti­on Sach­sen ein­zu­rei­chen. An­trä­ge auf Wie­der­ho­lungs­prü­fung sind eben­falls bis spä­tes­tens 6. Ju­li 2018 bei der Lan­des­di­rek­ti­on Sach­sen ein­zu­rei­chen. Das An­mel­de­for­mu­lar ist im In­ter­net un­ter www.​lds.​sachsen.​de/​ausbildung ab­zu­ru­fen.

Dem Zu­las­sungs­an­trag sind bei­zu­fü­gen:
1. Nach­weis ei­nes ver­wal­tungs­recht­li­chen Bil­dungs­ab­schlus­ses in Ko­pie (Fach­an­ge­stell­te/r für Bü­ro­kom­mu­ni­ka­ti­on, Ver­wal­tungs­fach­an­ge­stell­te/r, Lauf­bahn­prü­fung mitt­le­rer all­ge­mei­ner Ver­wal­tungs­dienst, An­ge­stell­ten­prü­fung I) 
2. Zer­ti­fi­kat des auf die­se Prü­fung hin­füh­ren­den Fort­bil­dungs­lehr­gan­ges (Ko­pie); so­fern der Teil­neh­mer dies noch nicht vor­le­gen kann, ge­nügt ei­ne Be­schei­ni­gung, dass der An­trag­stel­ler an ei­nem sol­chen Lehr­gang teil­nimmt. Das Zer­ti­fi­kat ist spä­tes­tens bis zum 12. Ok­to­ber 2018 nach­zu­rei­chen.
3. a) Nach­weis des Ar­beit­ge­bers über ei­ne min­des­tens vier­ein­halb­jäh­ri­ge be­rufs­prak­ti­sche Tä­tig­keit, die über­wie­gend dem Be­rufs­bild ei­ner/ei­nes Ver­wal­tungs­fach­an­ge­stell­ten ent­spricht, nach dem Er­werb des Bil­dungs­ab­schlus­ses (Nr. 1) bei ju­ris­ti­schen Per­so­nen des öf­fent­li­chen Rechts oder des Pri­vat­rechts, an der ei­ne oder meh­re­re ju­ris­ti­sche Per­so­nen des öf­fent­li­chen Rechts be­tei­ligt sind
oder
b) auf An­trag des Ar­beit­ge­bers ein Nach­weis über ei­ne min­des­tens zwei­jäh­ri­ge obi­ge be­rufs­prak­ti­sche Tä­tig­keit, so­fern der Bil­dungs­ab­schluss (Nr. 1) min­des­tens mit der No­te „gut“ (81,00 Punk­te) be­stan­den wur­de.

Die voll­stän­di­gen Zu­las­sungs­un­ter­la­gen sind frist­ge­mäß bei der Lan­des­di­rek­ti­on Sach­sen ein­zu­rei­chen. Von Teil­sen­dun­gen bit­ten wir ab­zu­se­hen. Spä­ter ein­ge­hen­de Zu­las­sungs­an­trä­ge kön­nen nicht mehr be­rück­sich­tigt wer­den.
 
Auf dem An­trag ist kennt­lich zu ma­chen, ob der Teil­neh­mer die Prü­fungs­fä­cher Öf­fent­li­ches Dienst­recht, Kom­mu­ni­ka­ti­on und Mit­ar­bei­ter­füh­rung und Öf­fent­li­ches Fi­nanz­we­sen / Wirt­schafts­leh­re im kom­mu­na­len oder staat­li­chen Be­reich ab­le­gen möch­te.

Auf An­trag ge­währt die zu­stän­di­ge Stel­le be­hin­der­ten Prü­fungs­teil­neh­mern ei­ne ih­rer Be­hin­de­rung ent­spre­chen­de Ver­güns­ti­gung. Die­se wird nur un­ter Vor­la­ge ei­nes ärzt­li­chen At­tes­tes mit ent­spre­chen­der Emp­feh­lung hin­sicht­lich der als not­wen­dig er­ach­te­ten Ver­güns­ti­gung ge­währt. Der zu ver­wen­den­de Vor­druck kann im In­ter­net un­ter www.​lds.​sachsen.​de/​ausbildung ab­ge­ru­fen wer­den. Dies gilt auch für Prü­fungs­be­wer­ber, die we­gen ei­ner ärzt­lich fest­ge­stell­ten vor­über­ge­hen­den kör­per­li­chen Be­hin­de­rung bei der Fer­ti­gung der Prü­fungs­ar­beit er­heb­lich be­ein­träch­tigt sind.

Der An­trag ist zu­sam­men mit der An­mel­dung zur Prü­fung zu stel­len. Lie­gen die Vor­aus­set­zun­gen für die Ge­wäh­rung von Prü­fungs­ver­güns­ti­gun­gen erst zu ei­nem spä­te­ren Zeit­punkt vor, ist der An­trag un­ver­züg­lich zu stel­len.

IV. Ge­büh­ren­er­he­bung

Die Lan­des­di­rek­ti­on Sach­sen er­hebt auf der Grund­la­ge der Säch­si­schen Aus- und Fort­bil­dungs­ge­büh­ren­ver­ord­nung vom 15. Ju­ni 2006, ge­än­dert am 15. Ju­li 2007, für die Ab­nah­me von Fort­bil­dungs­prü­fun­gen Be­nut­zungs­ge­büh­ren. Für die Ab­nah­me der Fort­bil­dungs­prü­fung zum/zur Ver­wal­tungs­fach­wirt/in wer­den Ge­büh­ren in Hö­he von 350,00 EUR er­ho­ben.

Kos­ten­schuld­ner ist ge­mäß § 7 Abs. 1 der Ver­ord­nung grund­sätz­lich der Prü­fungs­teil­neh­mer bzw. sein Dienst­herr oder Ar­beit­ge­ber, so­fern er den Prü­fungs­teil­neh­mer an­ge­mel­det hat. Staat­li­che Be­hör­den und Ge­rich­te des Frei­staa­tes Sach­sen sind von der Ge­büh­ren­pflicht be­freit.

Leip­zig, 20. März 2018

Lan­des­di­rek­ti­on Sach­sen


Stefan Barton
Re­fe­rats­lei­ter Aus- und Fort­bil­dung, Prü­fungs­an­ge­le­gen­hei­ten