Straßenwärter/in

[24.11.2017]

Prüfungstermine Abschlussprüfung 2018

Bekanntmachung der Landesdirektion Sachsen
als zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz für die
Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf Straßenwärter/in in Sachsen vom 24. November 2017

I. Ausschreibung

Die Landesdirektion Sachsen als zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), das durch Artikel 14 des Gesetzes vom 17. Juli 2017 (BGBl. I S. 2581) geändert worden ist, führt im Ausbildungsberuf Straßenwärter/in eine Abschlussprüfung durch. Für die Prüfung gelten die Verordnung über die Berufsausbildung zum/zur Straßenwärter/in vom 11. Juli 2002 (BGBl. I S. 2604), die durch Artikel 1 der Verordnung vom 4. Mai 2007 (BGBl. I S. 672) geändert worden ist, und die Prüfungsordnung der Landesdirektion Sachsen für die Zwischen- und Abschlussprüfung sowie die Umschulungsprüfung im Ausbildungsberuf Straßenwärter/in (POStrW) vom 22. Januar 2007 (SächsAbl.SDr. S. 82), die zuletzt durch die Verwaltungsvorschrift vom 28. Juni 2012 (SächsABl. S. 1012) geändert worden ist.

Die Prüfung wird an folgenden Terminen durchgeführt:

schriftliche Prüfung:               13. Juni 2018 und 14. Juni 2018
praktische Prüfung:                25. Juni 2018 bis 6. Juli 2018
Ergänzungsprüfung:              16. August 2018

II. Zulassungsvoraussetzungen

Zur Abschlussprüfung sind zuzulassen:

1. Auszubildende im Ausbildungsberuf Straßenwärter/in, die an der vorgeschriebenen Zwischenprüfung teilgenommen sowie die vorgeschriebenen schriftlichen Ausbildungsnachweise geführt bzw. vorgelegt (siehe III.) haben, deren Ausbildungszeit nicht später als zwei Monate nach Prüfungstermin endet und deren Berufsausbildungsverhältnis in das bei der zuständigen Stelle geführte Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse eingetragen ist (§ 43 Abs. 1 BBiG).

2. Bewerber, die eine Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf Straßenwärter/in abgelegt haben und die Prüfung wegen Nichtbestehens wiederholen wollen. Eine nicht bestandene Prüfung kann zweimal wiederholt werden, frühestens zum jeweils nächsten Prüfungstermin.

3. Umschüler, die nachweisen, dass sie an einer geeigneten Umschulungsmaßnahme teilgenommen haben und dessen Umschulungsvertrag in das Verzeichnis der zuständigen Stelle eingetragen ist.

4. Bewerber, die:
a) ihre Arbeitsstätte oder, soweit kein Arbeitsverhältnis besteht, ihren Hauptwohnsitz im Freistaat Sachsen haben und
b) zum Zeitpunkt des Beginns der Prüfung (Datum der ersten Prüfungsleistungen) eine mindestens viereinhalbjährige berufspraktische Tätigkeit als Straßenwärter/in nachweisen können. Als berufspraktische Tätigkeit gelten auch Ausbildungszeiten in einem anderen einschlägigen Ausbildungsberuf.

Gemäß § 10 Abs. 2 POStrW ist abweichend von der Mindestzeit nach § 10 Abs. 1 Nr. 2 POStrW mit einer mindestens vierjährigen berufspraktischen Tätigkeit zuzulassen, wer an einem Vorbereitungslehrgang auf Grundlage eines von der zuständigen Stelle in geeigneter Weise veröffentlichten Lehrplans teilgenommen hat.

Vom Nachweis der Mindestzeit nach § 10 Abs. 1 Nr. 2 POStrW kann gemäß § 10 Abs. 3 POStrW ganz oder teilweise abgesehen werden, wenn durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise glaubhaft gemacht wird, dass der Prüfungsbewerber die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigt. Ausländische Bildungsabschlüsse und Zeiten der Berufstätigkeit im Ausland sind dabei zu berücksichtigen.

Gemäß § 10 Abs. 4 POStrW ist die berufspraktische Tätigkeit nachzuweisen. Der Nachweis muss einen hinreichenden Aufschluss darüber zulassen, dass tatsächlich die Tätigkeit eines/einer Straßenwärters/in ausgeübt wurde. Die zuständige Stelle kann die Verwendung besonderer Formulare verlangen.

5. Behinderte Prüfungsteilnehmer (§ 2 Abs. 1 Satz 1 Sozialgesetzbuch – Neuntes Buch (SGB IX)) sind zur Abschlussprüfung auch zuzulassen, wenn die Voraussetzungen nach § 43 Abs. 1 Nr. 2 und 3 BBiG nicht vorliegen. Der Nachweis der Behinderung ist rechtzeitig unter Vorlage eines ärztlichen Gutachtens zu erbringen. Der zu verwendende Vordruck kann im Internet unter www.lds.sachsen.de/ausbildung abgerufen werden. Die zuständige Stelle kann ein amtsärztliches Gutachten verlangen.

III. Zulassende Stelle

1. Die Anmeldung zur Abschlussprüfung ist vom Ausbildenden mit Zustimmung des Prüfungsbewerbers unter Verwendung des vorgegebenen Anmeldeformulars bis spätestens 16. März 2018 (Eingangsstempel) bei der Landesdirektion Sachsen einzureichen. Das Anmeldeformular ist im Internet unter www.lds.sachsen.de/ausbildung abzurufen.

Für Ausbildungsverträge, die vor dem 30. September 2017 abgeschlossen wurden:
Die Ausbildenden werden darauf hingewiesen, dass sie gemäß § 14 Abs. 1 Nr. 4 BBiG* für die Führung und Kontrolle der schriftlichen Ausbildungsnachweise (Berichtshefte) verantwortlich sind und mit ihrer Unterschrift zur Anmeldung des Auszubildenden zur Abschlussprüfung gleichzeitig bescheinigen, dass gemäß § 43 Abs. 1 Nr. 2 BBiG* die Zulassungsvoraussetzung „Führen der vorgeschriebenen schriftlichen Ausbildungsnachweise“ erfüllt ist.

Für Ausbildungsverträge, die nach dem 30. September 2017 abgeschlossen wurden:
Ausbildende haben Auszubildende zum Führen der Ausbildungsnachweise nach § 13 Satz 2 Nr. 7 BBiG anzuhalten und diese regelmäßig durchzusehen. Ausbilder und Auszubildende haben den Ausbildungsnachweis zu unterzeichnen und der zuständigen Stelle gem. § 43 Abs. 1 Nr. 2 BBiG vorzulegen (Die Aufforderung dazu erfolgt gesondert.).

In besonderen Fällen (Ziffer II. 4) beantragen die Prüfungsbewerber selbst die Zulassung zur Abschlussprüfung bei der Landesdirektion Sachsen.
Dem Zulassungsantrag sind beizufügen:
bei mindestens viereinhalbjähriger berufspraktischer Tätigkeit im Ausbildungsberuf Straßenwärter/in
-    ein von der Dienststelle bestätigter Nachweis (Unterschrift) über eine mindestens viereinhalbjährige berufspraktische Tätigkeit im Ausbildungsberuf Straßenwärter/in,
-    eine zeitliche Darstellung des beruflichen Werdeganges.
bei mindestens vierjähriger berufspraktischer Tätigkeit im Ausbildungsberuf Straßenwärter/in
-    Zertifikat über die Teilnahme an einem auf die Abschlussprüfung hinführenden Vorbereitungslehrgang auf Grundlage eines von der zuständigen Stelle in geeigneter Weise veröffentlichten Lehrplans,
-    ein von der Dienststelle bestätigter Nachweis (Unterschrift) über eine mindestens vierjährige berufspraktische Tätigkeit im Ausbildungsberuf Straßenwärter/in,
-    eine zeitliche Darstellung des beruflichen Werdeganges.

Die vollständigen Zulassungsunterlagen sind fristgemäß bei der Landesdirektion Sachsen einzureichen. Von Teilsendungen bitten wir abzusehen. Später eingehende Zulassungsanträge können nicht mehr berücksichtigt werden.

2. Auf Antrag gewährt die zuständige Stelle behinderten Prüfungsteilnehmern eine ihrer Behinderung entsprechende Vergünstigung. Diese wird nur unter Vorlage eines ärztlichen Attestes mit entsprechender Empfehlung hinsichtlich der als notwendig erachteten Vergünstigung gewährt. Der zu verwendende Vordruck kann im Internet unter www.lds.sachsen.de/ausbildung abgerufen werden. Dies gilt auch für Prüfungsteilnehmer, die wegen einer ärztlich festgestellten vorübergehenden körperlichen Behinderung bei der Fertigung der Prüfungsarbeit erheblich beeinträchtigt sind.

Der Antrag ist zusammen mit der Anmeldung zur Prüfung zu stellen. Liegen die Voraussetzungen für die Gewährung von Prüfungsvergünstigungen erst zu einem späteren Zeitpunkt vor, ist der Antrag unverzüglich zu stellen.

Die Teilnahme an der Abschlussprüfung ist für den Auszubildenden gebührenfrei.

Leipzig, 24. November 2017

Landesdirektion Sachsen


Stefan Barton
Referatsleiter Aus- und Fortbildung, Prüfungsangelegenheiten

*in der bis 5. April 2017 geltenden Fassung