Kaufleute für Büromanagement

[17.11.2017]

Prüfungstermine Teil 2 - Abschlussprüfung 2018

Bekanntmachung der Landesdirektion Sachsen
als zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz für Teil 2 der Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf Kaufmann/ Kauffrau für Büromanagement in Sachsen vom 17. November 2017

I. Ausschreibung
Die Landesdirektion Sachsen als zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), das zuletzt durch Artikel 14 des Gesetzes vom 17. Juli 2017 (BGBl. I S. 2581) geändert worden ist, führt im Ausbildungsberuf Kaufmann / Kauffrau für Büromanagement den Teil 2 der Abschlussprüfung durch. Für die Prüfung gelten die Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Büromanagement und zur Kauffrau für Büromanagement vom 11. Dezember 2013 (BGBl. I 2013, S. 4125) und die Prüfungsordnung der Landesdirektion Sachsen für die Abschlussprüfung sowie die Umschulungsprüfung im Ausbildungsberuf Kaufmann / Kauffrau für Büromanagement vom 18. Juli 2014 (SächsABl. S. 900).

Teil 2 der Abschlussprüfung wird wie folgt durchgeführt:
   
Schriftliche Prüfung 25. April 2018
Fachaufgabe in der Wahlqualifikation Zeitraum vom 4. bis 6. Juni 2018
Ergänzungsprüfung 11. Juli 2018
   
Die Reporte (einschließlich Deckblätter) zur Vorbereitung der Fachaufgabe in der Wahlqualifikation müssen der zuständigen Stelle
spätestens am ersten Tag von Teil 2 der Abschlussprüfung, d. h. spätestens am 25. April 2018, zugegangen sein.

II. Zulassungsvoraussetzungen
Zur Abschlussprüfung sind zuzulassen:
1. Auszubildende im Ausbildungsberuf Kaufmann / Kauffrau für Büromanagement, die an Teil 1 der Abschlussprüfung teilgenommen sowie die vorgeschriebenen schriftlichen Ausbildungsnachweise geführt bzw. vorgelegt (siehe III.) haben, deren Ausbildungszeit nicht später als zwei Monate nach dem Prüfungstermin endet und deren Berufsausbildungsvertrag in das bei der zuständigen Stelle geführte Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse eingetragen ist
(§ 43 Abs. 1 BBiG).

2. Bewerber, die Teil 2 der Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf Kaufmann / Kauffrau für Büromanagement abgelegt haben und die Prüfung wegen Nichtbestehens wiederholen wollen. Eine nicht bestandene Prüfung kann zweimal wiederholt werden, frühestens zum jeweils nächsten Prüfungstermin.

3. Umschüler, die nachweisen, dass sie an einer geeigneten Umschulungsmaßnahme teilgenommen haben und deren Umschulungsvertrag in das Verzeichnis der zuständigen Stelle eingetragen ist.

4. Bewerber, die:
a) ihre Arbeitsstätte oder, soweit kein Arbeitsverhältnis besteht, ihren Hauptwohnsitz im Freistaat Sachsen haben und
b) zum Zeitpunkt des Beginns der Prüfung (Datum der ersten Prüfungsleistungen) eine mindestens viereinhalbjährige berufspraktische Tätigkeit im Ausbildungsberuf Kaufmann / Kauffrau für Büromanagement oder vergleichbaren öffentlichen Einrichtungen nachweisen können. Als berufspraktische Tätigkeit gelten auch Ausbildungszeiten in einem anderen einschlägigen Ausbildungsberuf.

Gemäß § 9 Abs. 2 POKfB ist abweichend von der Mindestzeit nach
§ 9 Abs. 1 Nr. 2 POKfB mit einer mindestens vierjährigen berufspraktischen Tätigkeit zuzulassen, wer an einem Vorbereitungslehrgang auf Grundlage eines von der zuständigen Stelle in geeigneter Weise veröffentlichten Lehrplans teilgenommen hat.

Vom Nachweis der Mindestzeit nach § 9 Abs. 1 Nr. 2 POKfB kann gemäß § 9 Abs. 3 POKfB ganz oder teilweise abgesehen werden, wenn durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise glaubhaft gemacht wird, dass der Prüfungsbewerber die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigt. Ausländische Bildungsabschlüsse und Zeiten der Berufstätigkeit im Ausland sind dabei zu berücksichtigen.

Gemäß § 9 Abs. 4 POKfB ist die berufspraktische Tätigkeit nachzuweisen. Der Nachweis muss einen hinreichenden Aufschluss darüber zulassen, dass tatsächlich die Tätigkeit eines Kaufmanns/einer Kauffrau für Büromanagement ausgeübt wurde. Die zuständige Stelle kann die Verwendung besonderer Formulare verlangen.

5. Behinderte Prüfungsteilnehmer (§ 2 Abs. 1 Satz 1 Sozialgesetzbuch – Neuntes Buch (SGB IX)) sind zur Abschlussprüfung auch zuzulassen, wenn die Voraussetzungen nach § 43 Abs. 1 Nr. 2 und 3 BBiG nicht vorliegen. Der Nachweis der Behinderung ist rechtzeitig unter Vorlage eines ärztlichen Gutachtens zu erbringen. Der zu verwendende Vordruck kann im Internet unter www.lds.sachsen.de/ausbildung abgerufen werden. Die zuständige Stelle kann ein amtsärztliches Gutachten verlangen.

III. Zulassende Stelle
1. Die Anmeldung zur Abschlussprüfung ist vom Ausbildenden mit Zustimmung des Prüfungsbewerbers unter Verwendung des vorgegebenen Anmeldeformulars bis spätestens 28. Februar 2018
(Eingangsstempel) bei der Landesdirektion Sachsen einzureichen. Das Anmeldeformular ist im Internet unter www.lds.sachsen.de/ausbildung abzurufen.

Für Ausbildungsverträge, die vor dem 30. September 2017 abgeschlossen wurden:
Die Ausbildenden werden darauf hingewiesen, dass sie gemäß
§ 14 Abs. 1 Nr. 4 BBiG* für die Führung und Kontrolle der schriftlichen Ausbildungsnachweise (Berichtshefte) verantwortlich sind und mit ihrer Unterschrift zur Anmeldung des Auszubildenden zur Abschlussprüfung gleichzeitig bescheinigen, dass gemäß § 43 Abs. 1 Nr. 2 BBiG* die Zulassungsvoraussetzung „Führen der vorgeschriebenen schriftlichen Ausbildungsnachweise“ erfüllt ist.

Für Ausbildungsverträge, die nach dem 30. September 2017 abgeschlossen wurden:
Ausbildende haben Auszubildende zum Führen der Ausbildungsnachweise nach § 13 Satz 2 Nr. 7 BBiG anzuhalten und diese regelmäßig durchzusehen. Ausbilder und Auszubildende haben den Ausbildungsnachweis zu unterzeichnen und der zuständigen Stelle gem. § 43 Abs. 1 Nr. 2 BBiG vorzulegen (Die Aufforderung dazu erfolgt gesondert.).

In besonderen Fällen (Ziffer II. 4) beantragen die Prüfungsbewerber selbst die Zulassung zur Abschlussprüfung bei der Landesdirektion Sachsen.
Dem Zulassungsantrag sind beizufügen:
bei mindestens viereinhalbjähriger berufsspezifischer Tätigkeit im Ausbildungsberuf Kaufmann / Kauffrau für Büromanagement
-   ein von der Dienststelle bestätigter Nachweis (Unterschrift) über eine mindestens viereinhalbjährige praktische berufsspezifische Tätigkeit im Ausbildungsberuf Kaufmann / Kauffrau für Büromanagement,
-   eine zeitliche Darstellung des beruflichen Werdeganges.
bei mindestens vierjähriger berufsspezifischer Tätigkeit im Ausbildungsberuf Kaufmann / Kauffrau für Büromanagement
-   Zertifikat über die Teilnahme an einem auf die Abschlussprüfung hinführenden Vorbereitungslehrgang,
-   ein von der Dienststelle bestätigter Nachweis (Unterschrift) über eine mindestens vierjährige praktische berufsspezifische Tätigkeit im Ausbildungsberuf Kaufmann / Kauffrau für Büromanagement,
-   eine zeitliche Darstellung des beruflichen Werdeganges.
Die berufsspezifischen Tätigkeiten sind mit drei bis vier Stichpunkten zu untersetzen, wobei die Aufgabenschwerpunkte prozentual anzugeben sind. Tätigkeitsbeschreibungen werden ebenfalls akzeptiert.
 
Falls die Vorbereitungslehrgänge noch nicht beendet wurden, ist statt des Zertifikates eine Bescheinigung der Bildungseinrichtung erforderlich, aus welcher hervorgeht, dass der Antragsteller einen solchen Lehrgang besucht. Die Bescheinigung über den Lehrgang ist bis spätestens 31. März 2018 einzureichen. Das Zertifikat über den abgeschlossenen Lehrgang (Kopie) ist bis spätestens 31. März 2018 nachzureichen. Für die Anerkennung von Ausbildungszeiten, ausländischen Bildungsabschlüssen und Zeiten der Berufstätigkeit im Ausland sind dem Antrag entsprechende Nachweise beizufügen.

Die vollständigen Zulassungsunterlagen sind fristgemäß bei der
Landesdirektion Sachsen einzureichen. Von Teilsendungen bitten wir abzusehen. Später eingehende Zulassungsanträge können nicht mehr berücksichtigt werden.

2. Auf Antrag gewährt die zuständige Stelle behinderten Prüfungsteilnehmern eine ihrer Behinderung entsprechende Vergünstigung. Diese wird nur unter Vorlage eines ärztlichen Attestes mit entsprechender Empfehlung hinsichtlich der als notwendig erachteten Vergünstigung gewährt. Der zu verwendende Vordruck kann im Internet unter www.lds.sachsen.de/ausbildung, abgerufen werden. Dies gilt auch für Prüfungsteilnehmer, die wegen einer ärztlich festgestellten vorübergehenden körperlichen Behinderung bei der Fertigung der Prüfungsarbeit erheblich beeinträchtigt sind.

Der Antrag ist zusammen mit der Anmeldung zur Prüfung zu stellen. Liegen die Voraussetzungen für die Gewährung von Prüfungsvergünstigungen erst zu einem späteren Zeitpunkt vor, ist der Antrag unverzüglich zu stellen.

Die Teilnahme an der Abschlussprüfung ist für den Auszubildenden gebührenfrei.

Leipzig, 17. November 2017

Landesdirektion Sachsen


Stefan Barton
Referatsleiter Aus- und Fortbildung, Prüfungsangelegenheiten

*in der bis 5. April 2017 geltenden Fassung