Pressemitteilungen 2007 [LDL]

[022/2007 - 13.03.2007]

Kreiswerke Delitzsch GmbH will Zwischenlager für nicht gefährliche Abfälle errichten und betreiben

Regierungspräsidium Leipzig führte Erörterungstermin im Rahmen des immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahrens durch
Die Firma Kreiswerke Delitzsch GmbH beantragte beim Regierungspräsidium Leipzig die Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb eines Zwischenlagers für nicht gefährliche Abfälle. Das Zwischenlager soll am Standort der ehemaligen Bauschuttrecyclinganlage neben der Deponie Spröda (Landkreis Delitzsch) eingerichtet werden. Im Rahmen des hierfür notwendigen immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahrens und im Interesse einer umfassenden Öffentlichkeitsbeteiligung zum Vorhaben fand am 08.03.2007 in der Sporthalle des Berufsschulzentrums Delitzsch ein Erörterungstermin statt.

Die Kreiswerke Delitzsch GmbH beabsichtigt an dem genannten Standort sogenannte heizwertreiche Fraktionen aus der mechanisch biologischen Behandlung vor deren Verwertung zwischen zu lagern. Das Lager soll bis zu 200.000 Tonnen dieser nicht gefährlichen Abfälle aufnehmen und bis zum Jahr 2010 betrieben werden.

Ziel des von der Genehmigungsbehörde anberaumten Termins war es, Einwendungen von Bürgern zu diesem Vorhaben zu erörtern. Befürchtungen bezüglich der Nichtverwertbarkeit der Abfälle nach der Zwischenlagerung sowie die Brandgefahr bildeten die Schwerpunkte der Einwendungen und standen somit im Mittelpunkt des Erörterungstermins. Gegen das Vorhaben wurden 5 Einwendungen rechtzeitig erhoben.

In einer sachlichen  Atmosphäre, so die Einschätzung der Genehmigungsbehörde, nutzten die Einwender die Möglichkeit, ihre Bedenken gegen das Vorhaben mit den Vertretern der erschienenen Fachbehörden und des antragstellenden Unternehmens zu diskutieren.

Die Ergebnisse des Erörterungstermins, die vorliegenden und die noch ausstehenden Fachstellungnahmen werden Eingang in die Entscheidung des Regierungspräsidiums über Genehmigung oder Ablehnung dieses Vorhabens finden. Mit einer Entscheidung zum Vorhaben ist im II. Quartal dieses Jahr zu rechnen.