Pressemitteilungen 2008 [LDC]

[09/2008 - 27.02.2008]

Behörde registriert 27.314 ausreisepflichtige Asylbewerber

Zentrale Ausländerbehörde im RP Chemnitz sachsenweit zuständig – Konsequente Rückführungsstrategie zeitigt Erfolge
Zum Jahresende 2007 waren im Freistaat Sachsen 27.314 vollziehbar ausreisepflichtige abgelehnte Asylbewerber registriert. Davon sind 23.236 unbekannten Aufenthalts, während sich 4.078 in ihren zugewiesenen Unterkünften befanden. Das ist ein Teil der Jahresbilanz der für die Aufnahme von Asyl begehrenden Personen und die Rückführung von abgelehnten Asylbewerbern zuständigen Zentralen Ausländerbehörde im Regierungspräsidium Chemnitz.

Die Gesamtzahl der vollziehbar ausreisepflichtigen Asylbewerber ist danach gegenüber dem Jahr 2006 um 1.035 gesunken. Hier macht sich insbesondere der Rückgang an Zugängen der letzten Jahre, aber insbesondere auch die konsequente Rückführungsstrategie der Zentralen Ausländerbehörde im Regierungspräsidium Chemnitz positiv bemerkbar.
 
Im Jahre 2007 hat die Behörde 981 Asylbegehrende aufgenommen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 197 Personen, womit sich der seit dem Jahre 2001 bestehende Trend weiter fortgesetzt hat. Nur im September und Oktober 2007 waren die Zugangszahlen im Vergleich zum Vorjahr höher.

Die herkunftsstärksten Länder waren dabei der Libanon mit 155 Personen, der Irak mit 145 Personen sowie Vietnam mit 136 Personen. Weitere Herkunftsländer waren u.a. Tunesien, Serbien, die Türkei, Pakistan, Indien, Libyen und Myanmar. Daraus ergibt sich, dass der Anteil der Asylbegehrenden aus Asien bei 61,2 Prozent lag. 2006 hatte diese Quote noch bei 50,7 Prozent gelegen. Der Anteil europäischer Asylbewerber sank dagegen gegenüber dem Vorjahr von 32,4 Prozent auf 19,3 Prozent, während der Anteil von Personen aus afrikanischen Herkunftsstaaten von 16 Prozent auf 18,7 Prozent stieg.
 
Im Jahre 2007 wurden durch die Zentrale Ausländerbehörde im Regierungspräsidium Chemnitz 730 Personen zurückgeführt. Die Zentrale Ausländerbehörde nimmt Rückführungen regelmäßig immer dann vor, wenn ein vollziehbar ausreisepflichtiger abgelehnter Asylbewerber nicht freiwillig ausreist und auch keine sonstigen Hinderungsgründe, wie etwa Krankheit, bestehen.
 
In der Praxis stellt sich für die Zentrale Ausländerbehörde vor einer potenziellen Rückführung fast immer die Frage einer Passbeschaffung, weil gültige Reisepapiere entweder nicht vorliegen oder bewusst nicht vorgelegt werden. Im Jahr 2007 wurden deshalb 886 Passersatzpapiere bei den Botschaften der verschiedenen Herkunftsländer beschafft.

Rückführungen nach Vietnam, in die Türkei sowie nach Serbien und Montenegro machten im Jahre 2007 mit insgesamt fast 50 Prozent, wie in den Jahren zuvor auch, den Löwenanteil aus. Darüber hinaus sind auch 21 Personen in den Irak zurückgekehrt. Hier handelt es sich jedoch um kontrollierte Ausreisen Rückkehrwilliger, was durch Bundes- und Landesgeld gefördert wurde.
 
Die komplette Jahresbilanz unserer Zentralen Ausländerbehörde finden Sie auf unserer Internetseite unter:  http://www.ldc.sachsen.de/9963.htm >Jahresbericht 2007 > Abteilung 2 – Inneres, Soziales, Gesundheit > Bereich Ausländer- und Asylrecht, Eingliederung, Asylbewerberunterbringung >