Pressemitteilungen 2005 [LDC]

[53/2005 - 22.07.2005]

RP Chemnitz fördert ZWW mit über 1,3 Millionen Euro

Erneuerung der Trinkwasserfernleitung "Auer Ring" kann noch in diesem Jahr beginnen
Das Regierungspräsidium Chemnitz bewilligt dem Zweckverband Wasserwerke Westerzgebirge (ZWW) für die Erneuerung der Trinkwasserfernleitung "Auer Ring", 1. BA, Fördermittel aus dem Programm der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" in Höhe von 1.323.300,00 €. Dieser 1. Bauabschnitt umfasst die Erneuerung von ca. 2.770 m Rohrleitung sowie den Abriss und Neubau des Hochbehälters Widder mit 2 Behälterkammern zu je 500 m³ für die Versorgungsgebiete Bernsbach, Bockau und Lauter. Die Bauzeit erstreckt sich von 2005 bis 2008.

Die Notwendigkeit des Vorhabens ergibt sich daraus, dass das Trinkwasser-Fernleitungsnetz, das durch die Talsperre Sosa versorgt wird, in den Jahren um 1950 angelegt wurde. Es erstreckt sich über eine Gesamtlänge von ca. 22 km Rohrleitung einschließlich mehrerer Speicherbauwerke und speist die Städte/Gemeinden Aue, Beierfeld, Bernsbach, Bockau, Lauter, Schwarzenberg, Schlema, Sosa, Zschorlau und Teile von Schneeberg mit Trinkwasser. Nach 50 Betriebsjahren hat der gesamte "Auer Ring" seine wirtschaftliche Nutzungsdauer im Rohrleitungs- und Bauwerksbereich erreicht. Derzeit treten jährlich 5 bis 8 Rohrbrüche auf. Die Wasserverluste als Folge von Undichtigkeit betragen ca. 26 % der aus der Talsperre Sosa bezogenen Wassermenge.
 
Mit einer Häufung von Versorgungsunterbrechungen muss mit fortschreitender Nutzungsdauer gerechnet werden und ein Totalausfall der Trinkwasserversorgung kann nicht ausgeschlossen werden. Auf Grund besonderer technischer Details können diese Havarien mehrere Stunden bzw. maximal bis zu einem Tag andauern. Das hätte insbesondere für die Produktionsprozesse der ortsansässigen Unternehmen (z. B. Nickelhütte Aue GmbH, Auer Werkzeugbau, Blema-Blechmaschinenfabrik, Blechformwerke Bernsbach AG, Likörfabrik Bockau, Homeras-Schwerter und Emailleherstellung Lauter, Kur- und Radonbad Schlema, div. Bürsten- und Metallbauunternehmen in Beierfeld, Kuka Formenbau Schwarzenberg) nicht absehbare Folgen.

Zur Sicherung einer stabilen Wasserversorgung ist deshalb sowohl für den kommunalen als auch wirtschaftlichen und touristischen Bereich die Auswechslung des Rohrleitungs- und Anlagenbestandes, verbunden mit einer umfassenden Modernisierung, dringend erforderlich.