Pressemitteilungen 2005 [LDC]

[33/2005 - 03.06.2005]

Moderne Kläranlagen für Lengenfeld und Bockau

Regierungspräsidium Chemnitz stellt weitere rund 4,3 Mio. € Fördermittel bereit – Gewässergüte deutlich verbessert
Lengenfeld im Vogtland erhält für den Ausbau seiner Kläranlage insgesamt 2,292 Millionen Euro. Zusätzlich werden für den kompletten Neubau der Kläranlage in Bockau im Landkreis Aue-Schwarzenberg 2,061 Millionen Euro verfügbar gemacht.
 
Damit rückt im Regierungsbezirk Chemnitz die ordnungsgemäße Abwasserbehandlung in allen Siedlungsschwerpunkten mit mehr als 2.000 Einwohnern, trotz insgesamt geringer werdender Fördermittel, in greifbare Nähe. Das ist vor allem der zielgerichteten Arbeit der Kommunen, der Zweckverbände und Umweltbehörden zu verdanken.
 
Voraussichtlich werden 2007 in den Siedlungsschwerpunkten die letzten Baumaßnahmen an den Kläranlagen abgeschlossen sein. Trotz der weiteren erforderlichen Arbeiten an den zugehörigen Kanalnetzen ist der Erfolg der bereits realisierten Maßnahmen in den vergangenen Jahren für jeden Bürger in der fast flächendeckend verbesserten Gewässergüte, sichtbar.
 
Mit der Fördermittelbereitstellung für die Kläranlage Bockau erhält diese Gemeinde mit ihren 2.700 Einwohnern erstmals eine zentrale Abwasserbehandlung. Unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung bekommt Bockau eine Kläranlage für ca. 2.400 Einwohnerwerte anstatt der Anfang der 90er Jahre geplanten Gemeinschaftskläranlage für drei Orte mit einer Kapazität von bis zu 11.000 Einwohnerwerten. Aufgrund der vorgesehenen Einhausung konnte der Kläranlagenstandort in die Nähe der Bebauung verlegt werden. Projektträger ist hier der Zweckverband Abwasser Schlematal.
 
Der Zweckverband Wasser und Abwasser Vogtland ist der Projektträger für die Kläranlage in Lengenfeld. Die derzeitige Abwasserentsorgung der Stadt Lengenfeld erfolgt über eine Anfang der 90er Jahre aufgestellte Containerkläranlage an der Göltzsch. Diese Übergangslösung wurde bewusst aufgrund des damaligen Handlungsdrucks und der Unsicherheit des Gesamtkonzepts gewählt. Das Klärwerk wird auf eine Kapazität von 6.200 Einwohnerwerten ausgebaut und erhält gleichzeitig eine zeitgemäße Klärschlammbehandlung. Die bereits in der Vergangenheit nachgerüsteten und dauerhaft nutzbaren Anlagebestandteile bleiben erhalten.