Pressemitteilungen 2010 [LDD]

[03/2010 - 15.01.2010]

Nur am Seil sicher Schnee schieben

Landesdirektion Dresden gibt Hinweise für das gefahrlose Räumen verschneiter Dächer

Die Wettervorhersagen schließen für die nächsten Tage in Sachsen weder zeitweilige Tauperioden noch weitere Schneefälle aus. In beiden Fällen ist mit zusätzlichen Schneelasten auf Dächern zu rechnen. Gebäudeeigentümer und –nutzer oder beauftragte Hausmeisterdienste werden dann erneut daran gehen, Dachflächen, insbesondere Flachdächer, zur Vermeidung von Überlastungen, Einbrüchen oder gar Einstürzen vorsorglich von Schnee zu beräumen.

Die Abteilung Arbeitsschutz in der Landesdirektion Dresden weist aus diesem Anlass darauf hin, dass Nutzer, Eigentümer oder deren Beauftragte vor dem Betreten der Dächer geeignete Maßnahmen zu ergreifen haben, um Abstürze zu vermeiden. Absturzunfälle, auch mit Todesfolge, sind andernfalls nicht auszuschließen.

Gefahr droht vor allem, wenn Lichtkuppeln und –bänder auf den Dächern durch aufliegenden Schnee nicht mehr zu sehen sind. Auch beim Schieben bzw. Abkippen von Schnee über die Dachränder besteht die akute Gefahr, dass Personen in die Tiefe stürzen könnten.

Vorrangig sollten sich Schneeräumer auf Dächern durch einen Anseilschutz (Sicherheitsgurt) vor einem Absturz sichern; Voraussetzung sind geeignete Anschlagpunkte. Aber auch die Umwehrung eventuell vorhandener Lichtkuppeln oder Lichtbänder mit leichten, transportablen Gerüstteilen ist möglich.

Viele Einrichtungen auf dem Dach (z.B. Lüftung, Abgaseinrichtungen und Photovoltaikanlagen) machen es auch außerhalb der Schneesaison erforderlich, Dachflächen zu betreten. Anzuraten ist auch deshalb natürlich immer, bereits in der Bauphase Vorkehrungen für spätere Arbeiten auf dem Dach zu treffen. Hierzu zählen z.B. das Anbringen von sogenannten Sekuranden (feste Anschlagpunkte für die Seilsicherung) oder das Festlegen und Markieren von Verkehrswegen auf dem Dach. Mit solchen präventiven Maßnahmen ist dann auch eine gefahrlose Schneeberäumung leichter zu bewerkstelligen.