Pressemitteilungen 2017

[018/2017 - 14.03.2017]

DVB baut für Straßenbahn im Dresdner Norden eine neue Wendeschleife

Rückbau der Wendeanlage am Diebssteig spart künftig zwei Minuten Fahrtzeit
Die Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB AG) beabsichtigt im Norden der Landeshauptstadt Dresden, im Gleisdreieck der Straßenbahnlinien 7 und 8 an der Königsbrücker Straße in Höhe Infineon Süd eine Wendeanlage (Gleisschleife) für havarie- und baustellenbedingte Linienänderungen zu errichten. Zur Baumaßnahme gehört neben dem Neubau der Gleisschleife auch der Rückbau der vorhandenen Weichenanlagen am Diebsteig.

 Derzeit besteht an der Wendeanlage am Diebsteig sowie am Gleisdreieck nach Hellerau zustandsbedingt dringender Erneuerungsbedarf. Die Durchführung dieser Sanierungen wurde aus Gründen mangelnder Attraktivität und der Wirtschaftlichkeit von der DVB AG nicht angestrebt. Anstatt dessen beantragte die DVB AG mit Schreiben vom 2. Juni 2015 die Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens für die neue Wendeanlage. Nach Hinweisschreiben der Landesdirektion Sachsen erfolgte eine Tektur mit Datum vom 5. Oktober 2015. Nachdem sich die Einwände aller Träger öffentlicher Belange im Verlaufe des Verfahren erledigt hatten, konnte im Interesse einer Verfahrensbeschleunigung eine Plangenehmigung erteilt werden.
 
Die Gleisschleife ist eingleisig mit einer Gesamtlänge von ca. 240 Metern geplant. Die südlich der neuen Gleisschleife gelegenen Weichenanlagen am Diebsteig einschließlich der dortigen Gleisschleife werden aufgegeben und durch Streckengleis ersetzt.
 
Die Bahnsteige an der neuen Gleisschleife werden vollständig barrierefrei gebaut. Eine Ausnahme bildet der landwärtige Bahnsteig für die Straßenbahnlinie 8. Dort kann nur auf einer Länge von 19 Metern barrierefrei ausgebaut werden.
 
Nach Ende der Baumaßnahme wird die durch Weichen und Gleiskreuzungen im Bereich der Schleife Diebsteig bestehende Langsamfahrstrecke entfallen und die zulässige Streckengeschwindigkeit von 15 auf durchgängig 60 Kilometer pro Stunde erhöht werden können. Das wird mit einer Fahrtzeiteinsparung von zwei Minuten verbunden sein.
 
Das Vorhaben kommt ohne die Inanspruchnahme privater Flächen aus.
 
 Mit dem Neubau der Gleisschleife ist jedoch die Rodung von 3500 Quadratmetern Waldfläche verbunden. Zur Kompensation der mit dem Bau der Gleisschleife verbundenen Eingriffe in Natur und Landschaft sind nun Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen. So werden auf insgesamt 5.660 Quadratmeter Ausgleichsfläche - im Wesentlichen in der Gemarkung Liegau-Augustusbad - Stieleichen, Linden und Vogelkirschen gepflanzt.